Vom PolenmARkT zum Weihnachtsmarkt

Die nächste Woche steht ganz im Zeichen der Märkte, wörtlich gesehen. Zum Einen ist es die zweite Woche des Polenmarktes, zum Anderen ist es das das erste Wochendende des diesjährigen Weihnachtsmarktes. Dementsprechend besitzt der Großteil der angebotenen Veranstaltungen einen osteuropäischen Touch, beziehungsweise den Geruch von Glühwein. Es ist aber nicht nur viel Kultur im Angebot, sondern auch eine Möglichkeit, sich marketingtechnisch einzubringen. Im Pommerschen Landesmuseum wird es am Dienstag um 18:00 Uhr ein Bürgerforum geben, in welchem es um die Vermarktung von Caspar David Friedrich gehen wird. Dort können sich interessiere Bürger in die Diskussion einbringen. Wer also noch ein paar gute Ideen für dieses Thema hat, der sollte sich an diesem Tage dort einfinden.

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Die kulturelle Woche fängt schon am Montag sehr literarisch an, denn neben einem Vortrag im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg über die romantische Gemeinsamkeiten von Goethes Faust und den Werken polnische Literaten, der um 18:00 Uhr beginnt, gibt es ab 21:00 Uhr im Café Koeppen eine weitere Ausgabe von TresenLesen, in der diesmal Texte verschiedener polnischer Autoren vorgetragen werden. Gelesen wird auch an anderen Tagen der Woche. Im Falladahaus geht es am Mittwoch spannend zu, denn dort werden ab 19:00 Uhr Auszüge aus aktuellen polnischer Kriminalromanen vorgetragen. Für Kinder mit einem Alter bis zu zehn Jahren wiederum ist der Donnerstag Vormittag interessant. Im Gewölbekeller der Stadtbibliothek gibt es um 10:00 Uhr einen Einblick in die Welt polnischer Märchen. Die letzte Lesung ist dann am Sonntag um 18:00 Uhr im Caspar David Friedrich Zentrum, in der es um die Literatur der polnischen Romantik geht.

Im Rahmen des PolenmARkTes wird es am Donnerstag gleich zwei Ausstellungseröffnungen geben. Um 19:00 Uhr gibt es im Art-Cube mit Heldinnen sind müde eine Vernissage mit multimedialen Werken von Agata Zbylut. Eine Stunde später, nur eine Haustür weiter, gibt es dann eine Vernissage von Tomaz Myjak. Im Pommerschen Landesmuseum wiederum gibt es um 20:30 dann mit dem polnischen Film Jutro bedzie lepiej eine eher schwere cineastische Kost, denn in diesem Film geht es um das Leben von drei russischen obdachlosen Jungs, welche in Polen ihr Glück finden wollen. Im letzten Jahr erhielt dieser Film bei der Berlinale mit dem Friedensfilmpreis eine hochkarätige Auszeichnung.

Hochkarätig sind dann einige Veranstaltungen am Freitg und am Wochenende. Der Freitag beginnt mit einem Konzert des aus Krakau kommenden Bester Quartetts, welche eine Mischung aus Kletzmer und Jazz zum Besten geben werden. Wer an diesem Abend noch nicht genug haben sollte von den osteuropäischen Klängen, der kann im IkuWo ab 22:00 Uhr zur Aftershow-Party, bei welcher YuriY Gurzhy, einer der DJ´s der Berliner Russendisco auflegen wird. Für alle Fans der Beatles gibt es ab 19:30 im St. Spiritus eine moderne Interpretation ihrer Hits durch die sechs Musiker der Magical Mystery Band. Wer es wiederum klassische Musik mag, der sollte sich an diesem Abend in den Greifswalder Dom begeben, wo es um 21:00 Uhr eine Liszt-Nacht geben wird. Bei dieser wird es zahlreiche seiner Kompositionen hören geben, welche zum Teil auf der Orgel der Kirche gespielt werden. Die Orgel des Greifswalder Doms kommt auch am Tag darauf in den Einsatz, wo um 19:00 Uhr der aus dem Jahre 1927 stammende Stummfilm Metropolis gezeigt wird, und zwar in einer Art und Weise wie es damals üblich war, nämlich mit Live-Musik.

Das Highlight des diesjährigen PolenmARkTes wird aber das Konzert mit Leszek Możdżer sein, das am Sonntag um 19:30 im Theater Vorpommern stattfindet. Wer unbedingt in dieses Konzert möchte, der sollte sich rechtzeitig um Karten bemühen, denn da dieser Pianist in Polen ein Superstar in der Jazz-Szene ist, wird es auch genug Interessenten aus der polnischen Grenzregion geben, denn Städte ie Swinemünde oder Stettin sind ja nicht allzu weit entfernt. Und wo der PolenmARkT sich am Montag eine Woche später sich dem Ende zuneigt, kommt der Weihnachtsmarkt Greifswald erst so richtig auf die Tagesordnung. Die riesige Tanne wurde schon auf dem Marktplatz aufgestellt, die ersten Karussels und Buden nehmen langsam ihre Positionen ein und am Sonntag den 27. November wird es dann die offizielle Eröffnung geben.Eine Übersicht über die interessantesten Veranstaltungen des Greifswalder Weihnachtsmarktes haben wir hier ja schon zusammengestellt.