Müritzeum Waren (Müritz) – Strandfunde

Strandfunde
Strandfunde

Die Ostsee kommt in diesem Jahr an die Müritz und zwar in Form einer neuen Sonderausstellung im Müritzeum in Waren an der Müritz, in der den Besuchern die Funde nähergebracht werden, welche man bei einem Spaziergang an den Stränden der Ostseeküste finden kann. Die Bandbreite der möglichen Strandfunde reicht von banalen Dingen wie Muscheln oder Steinen hin zu seltenen und daher schwerer zu findenden Objekten wie beispielsweise Bernstein oder Fossilien. Viele Besucher von Mecklenburg-Vorpommern sammeln während ihres Ostseeurlaubs zwar gerne Dinge welche sie am Strand finden, meistens wissen sie aber nicht was sie eigentlich gefunden haben.

Mit seiner Ausstellung Strandfunde möchte der Initiator Rolf Reinecke, der zusammen mit seiner Frau Inge die Ausstellung konzipiert hat, den Leuten zeigen, was sie eigentlich in den Händen haben und woher dieses Stück eigentlich stammt. Entsprechendes Fachwissen dürfte ihm dafür nicht fehlen, denn der inzwischen pensioniere Geologe arbeite früher einmal für das Deutsche Meeresmuseum in der Hansestadt Stralsund. Unter seiner Regie entstanden unter anderem die beiden Außenstellen des Museums, das Nautineum auf dem Dänholm und das Natureum am Darßer Ort. Das Natureum als beliebtestes Museum auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst dürfte den meisten Urlaubern der Region bekannt sein, denn bei einer Wanderung zum Darßer Ort gehört diese Ausstellung für viele Besucher zum Tagespensum. Neben der Arbeit für das Meeresmuseum entstanden zahlreiche Bücher, die sich mit den Meeren an sich und der Ostsee im speziellen beschäftigen. Beim Stöbern in der Mecklenburg-Vorpommern-Abteilung hiesiger Buchhandlungen wird man bestimmt einige seiner Bildbände, welche sich mit dem Meer und den Küsten von Mecklenburg und Vorpommern beschäftigen, in den Händen halten.

Neben diesen Bildbänden entstand auch ein Buch über Strandfunde, in welchem den Lesern die Fundstücke nähergebracht werden, und schließlich auch diese Ausstellung, die zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein wird. Die erste und bisher einzige Ausstellung konnte man im letzten Jahr auf der dänischen Ostseeinsel Bornholm in der alten Strandvogtei von Gudhjem sehen. Die Abbildungen der Strandfunde beließen Rolf und Inge Reinecke entweder in ihrer natürlichen Umgebung oder arrangierten die verschiedenen Fundstücke, um aufzuzeigen, welche Schönheiten die von den meisten Leuten unbeachteten Zeugnisse der Natur haben. Wenn Steine oder Muscheln inmitten eines Geröllhaufens liegen, dann beachtet man diese nicht wirklich, arrangiert man diese mit weiteren Funden kann man aus diesen einen ansehnlichen Blickfang gestalten. Gestalten können bei dieser Sonderausstellung übrigens auch die Besucher des Müritzeum eine eigens dafür konzipierte Vitrine, in der sie ein von ihnen am Ostseestand gefundenes Exponat mitbringen und so ein sich ständig veränderndes Arrangement aus Strandfunden ermöglichen.

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[ad 2]Neben den Fotografien der jeweiligen Strandfunde wird man auch richtige Exponate sehen können, zu denen man einiges Interessantes erfahren kann. Unter anderem wird man neben die weit verbreiteten Steinen, ein Hühnergott ist an den Steilküsten der Insel Rügen schnell gefunden, auch die Überreste von heutigen und ausgestorbenen Meerestieren, also Muschelschalen und Donnerkeile, auch seltenere Fossilien zu sehen bekommen. Die in der Ausstellung präsentierten Strandfunde beschränken sich aber nicht nur auf die Küsten der Ostsee, sondern präsentieren auch Fundstücke von der Nordseeküste, sowie dem nördlichen Atlantik und dem nordöstlichen Pazifik. Die Sonderausstellung im Müritzeum wurde am 8. März eröffnet und kann noch bis zum 24. Juni besucht werden.

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Termin
08. März bis 24. Juni 2012
Müritzeum Waren (Müritz)