Festspielfrühling Rügen 2013

Theater Putbus
Theater Putbus

Der erste Festspielfrühling war ein voller Erfolg für die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, denn schließlich konnten sie alle Tickets für die dreizehn Konzerte bis fast auf den letzten Platz verkaufen. Die Anzahl von gut dreitausendzweihundert Besuchern sollte bei der zweiten Ausgabe aber deutlich gesteigert werden können, denn schließlich wird es neben einem deutlich größeren Programm, es wurden neunzehn Veranstaltungen angekündigt, auch einige neue Spielstätten geben. Beim zweiten Festspielfrühling Rügen wird es sich um den Komponisten Johannes Brahms drehen, welcher einst ein begeisterter Gast der Ostseeinsel war. Bei seinem Aufenthalt in Sassnitz schuf er große Teile der Sinfonie in c-Moll op. 68, die natürlich nicht im Programm des Festspielfrühlings Rügen fehlen darf. Natürlich dürfen die vier Mitglieder vom Fauré Quartett auch nicht fehlen, die schon beim ersten Festspielfrühling als Gastgeber und Organisatoren fungierten.

Auch für die zweite Ausgabe trafen sie die Auswahl der auftretenden Künstler und der gespielten Stücke, wobei sie natürlich auch einige Konzerte geben werden, darunter das Eröffnungskonzert sowie das Abschlusskonzert, welches sie zusammen mit der preisgekrönten britischen A-capella-Gruppe The King’s Singers bestreiten werden. Während man beim Eröffnungskonzert Robert Schuhmanns Klavierquartett Es-Dur op. 47 und das Klavierquartett A-Dur op. 26 von Johannes Brams hören kann, fällt das Abschlusskonzert etwas königlicher aus, wenn sich die King’s Singers im Marstall von Putbus auf eine musikalische Zeitreise durch die Jahrhunderte begeben und ein Repertoire von Liebesliedern vortragen wird, die von der Renaissance über die Romantik bis hin zu heutigen Popsongs. Unter anderen werden an diesem Abend, neben einer Auswahl von Werken der britischen Komponisten John Wilbye und Thomas Morley, einige Lieder der amerikanischen Komponistin Libby Larsen gesungen werden.

Anzeige

Zu den neuen Spielstätten des Festivals wird das Gerhart-Hauptmann-Haus auf der Insel Hiddensee gehören. Im ehemaligen Sommerhaus des bekannten Schriftstellers finden auch sonst zahlreiche Konzerte und Lesungen statt. Bei einer Entdeckungsreise durch den Inselnorden der die Besucher bis zum markanten Leuchtturm der Insel Hiddensee führen wird, steht neben einen Besuch der Inselkirche auch das Literaturmuseum auf der Tagesordnung, wo ein kleines Kammerkonzert mit Frühlingssonaten gespielt werden. Neben Beethovens Sonate Nr. 5 F-Dur für Violine und Klavier op. 24 steht Brahms Sonate Es-Dur für Klarinette und Klavier op. 120 Nr. 2 auf der Tagesordnung. Bei diesem Programmpunkt fällt derzeitig noch eine große Lücke auf, welche sich am 2. August auftat. Die rumänische Pianistin Mihaela Ursuleasa, welche für insgesamt fünf Konzerte vorgesehen war, verstarb an diesen Tag unvorhergesehen in einem Alter von nur dreiunddreißig Jahren.

Mihaela Ursuleasa war keine Unbekannte in der Musikszene. Mit zahlreichen Auftritten mit bedeutenden Formationen wie dem Orchestre National de France, der Carnegie Hall in New York oder dem London Philharmonic Orchestra hatte sie sich trotz ihren noch recht jungen Jahren eine beeindruckende Vita erspielt. Wie gute Gastgeber nun einmal sind, wird das Fauré Quartett zusammen mit einigen anderen Musikerinnen und Musikern ein Konzert geben, welches ihrem Andenken veranstaltet wird. Dieser Abend der 19. März 2012 in der Kulturscheune auf dem Rügenhof in Putgarten in der Nähe vom Kap Arkona stattfindet, wird sich der ungarischen Musik widmen. Neben den ungarischen Tänzen für Klavier zu vier Händen und Klaviertrio Nr. 3 c-Moll op. 101 von Johannes Brahms wird man Werke von Liszt, Joachim und von Dohnányi spielen.

Den besten Blick auf die Ostsee wird man beim zweiten Festspielfrühling Rügen gleich zweimal erleben können, denn auf der Seebrücke in Sellin wird es mehrere Veranstaltungen geben. Das sogenannte Quartett der Kritiker, bestehend aus Hans-Klaus Jungheinrich, Michael Struck-Schloen, Dr. Eleonore Büning und Kai Luehrs-Kaiser , wird sich am 16. März ausführlich mit Aufnahmen von Brams erster Sinfonie beschäftigen, die man am selben Tag noch in der Nordperdhalle im Ostseebad Göhren live erleben kann, wo unter der Dirigentin Alondra de la Parradas das Fauré Quartett zusammen mit MDR Sinfonieorchester diese Sinfonie spielen werden. Einen Tag später bietet die schöne Seebrücke, wie auch schon im Vorjahr, den Platz für ein Matinee mit Brunch. Musikalisch wird der Brunch mit einem Kammerkonzert mit dem Pianistin Lars Vogt und der Violinistin Rachel Roberts untermalt werden, die eine Auswahl mit Werken von Franz Schubert und Johannes Brams spielen.



Anzeige