Konzert mit Cima Rosa im Schloss Griebenow

Schloss Griebenow
Schloss Griebenow

Etwa neun Kilometer vor den Toren der Hansestadt Greifswald findet man mit dem Schloss Griebenow ein architektonisches Kleinod aus der Schwedenzeit. Die komplett erhaltene barocke Schlossanlage ist zwar noch nicht vollständig saniert, hat dabei aber größere Fortschritte aufzuweisen, als das Schloss in Ludwigsburg. Der im Jahre 2003 gegründete Verein Barockschloss zu Griebenow e.V. belebt das bauhistorisch wertvolle Gebäudeensemble mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen, wie Ausstellungen, Lesungen und Konzerte. Die bekannteste Veranstaltung, die in den historischen Schlossmauern veranstaltet wird, dürfte wohl die Opernale sein, die in diesem Jahr mit dem Programm Die Bettler-Damen durch ganz Vorpommern tourte. Ein weiterer Besuchermagnet sind die Konzerte des Musiksommers, der mit den beiden Konzerten des schwedischen Trios Cima Rosa am Samstag den 22. September seinen Abschluss erhält.

Das in Stockholm beheimatete Trio Cima Rosa bringt für diese die Musik aus der Zeit mit, als die Schlossanlage in ihrer heutigen Form erbaut wurde. Vorher befand sich an dieser Stelle nur ein Gutshaus, welches recht marode war, so dass Feldmarschall Graf Carl Gustaf von Rehnskiöld, der neue Besitzer des Gutes, beschloss sich ein neues Schloss zu errichten. Die fünfzehneckige Kapelle errichtete übrigens noch sein Vater Gerdt Anthon Rehnskiöld, der das Gut von der schwedischen Königin Christina als Lehen erhielt. Wenn man sich die Karriere des Carl Gustaf von Rehnskiöld einmal genauer anschaut, erfolgreicher Feldherr und engster Vertrauter des schwedischen Königs, kann man verstehen, warum er sich ein Schloss bauen konnte, das zu den größten auf dem Gebiet des schwedischen Reiches zählte, dass nicht dem König selbst gehörte. Bei den beiden Konzerten, die an diesem Tag gegeben werden, wird auch auf die bauliche Geschichte des Schlosses angespielt.

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Das erste Konzert findet in der Schlosskapelle statt, die in den Jahren von 1648 bis 1654 errichtet wurde. Passend zum Auftrittsort wird man hier eine Auswahl von Musik aus dem Zeitraum von 1648 bis 1720 hören können. Hier sestzen die drei Musiker auch auf den Einsatz der vorhandenen Kirchenorgel. Der Festsaal des Schlosses bietet dann die Bühne für das zweite Konzert, bei der die Musik aus den Jahren von 1721 bis 1815 auf dem Programm steht. Dieses ist etwa der Zeitraum kurz nach der Errichtung des heutigen Schlosses bis hin zum Verlust der letzten Gebiete in Vorpommern an das Königreich Preußen. Je nach Zeitraum bietet der jeweilige Veranstaltungsraum die passende Kulisse zur Musik. Beide Konzerte kann man einzeln besuchen, wobei die Möglichkeit besteht, mittels eines Kombinationsticket etwas Geld zu sparen. Während jedes einzelne Ticket im Vorverkauf 10 Euro kostet, rechnet sich das Kombinationsticket mit 15 Euro schon, wenn man beide Konzerte besuchen möchte. Am Tag selbst die die Kartenpreise mit 12 beziehungsweise 16 Euro etwas höher.

Das wird aber nicht das einzige Konzert sein, welche die drei Musiker in Mecklenburg-Vorpommern geben werden. Am 20. September kann man ein Konzert mit Barockmusik in der Petrikirche in Wolgast im Rahmen der alljährlich stattfindenden Wolgaster Sommermusiken hören. Hinter dem Trio Cima Rosa verbirgt sich übrigens eine musikalische Familie. Mit dem Vater Bernt Malmros an Violine und Orgel, seinem Sohn Magnus an Violoncello und Gitarre und seiner Tochter Nanna an der Violine reihen sich die drei Schweden in die Gruppe der Musikerfamilien ein.

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Termin
22. September 2012
15:00 bzw. 17:00 Uhr
Schloss Griebenow



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