CKKT – Prita Grealy

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Der Anteil an australischen Künstlern war in den letzten Monaten überdurchschnittlich hoch. Das lag unter anderen an den Konzerten in der Kulturbar, bei denen unter anderen Tim McMillan, Renny Field, Brett Winterford und Emaline Delapaix aufgetreten waren. Diese kann man dort übrigens wieder am 12. Oktober live erleben. Das Café Koeppen Konzert Team, das seit letztem Jahr ehrenamtlich Konzerte im Café Koeppen organisiert, sorgt nun dafür, dass dieser statistische Wert erhalten bleibt und präsentiert mit Prita Grealy eine australische Songwriterin, nachdem mit Rob Longstaff am 21. April der erste Musiker von Down Under auf der kleinen Bühne zu erleben war. Ursprünglich war für den 20. Oktober ein Konzert mit der australischen Sängerin Coby Grant geplant, das aber auf einen späteren Termin verschoben werden musste.

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Mit Coby Grant hat Prita Grealy übrigens mehr gemeinsam als einen zukünftigen Auftritt im Café Koeppen. Irgendwie übt Berlin eine recht starke Anziehungskraft auf australische Musikerinnen und Musiker aus, welche sich im kulturellen Schmelztiegel gerne niederlassen und Deutschland zumindest für eine Zeit lang als Heimat wählen. So kommt es auch, dass Prita Grealy in den letzten Monaten verstärkt bei Auftritten in deutschen Clubs zu erleben war. Da die wenigsten Songwriter eine hohe Platzierung in den Charts aufzuweisen haben, was schade ist, aber ein Ausdruck für den weichgespülten Musikgeschmack der meisten Leute ist, muss man halt Meinung der Kollegen einholen, die mit ihr gearbeitet haben. Wenn man sich ihre bisherige Karriere anschaut, dann wird man unter anderen ein Engagement bei der Farewell – The Final Show von Simply Red finden, das Prita Grealy und Marcia Hines als weiterer Support-Act für Simply Red für insgesamt achtundsiebzig Konzerte gut acht Monate lang durch die ganze Welt führte. Und das waren nicht die einzigen bekannten Musiker, die sie bisher für ihre Tourneen engagiert hatten.

Den besten Eindruck, wie ihre Musik klingt, bekommt man auf ihrer Homepage, auf der man sich einige Lieder anhören kann. Sie selbst beschreibt ihren Musikstil als Hip-So-Fo, womit eine Mischung aus Hip-Hop, Soul und Folk gemeint ist. Mit dieser speziellen Mischung hebt sie sich deutlich von anderen Songwriterinnen ab, die nur eine spezielle Musikrichtung verfolgen. Inzwischen gibt es mit Prita, Bootleg Live 2008 und After The Storm drei EPs und mit New Life auch das erste Album von ihr zu kaufen. Ihr Debüt Prita stammt aus dem Jahre 2006, womit man zumindest ungefähr den Anfang ihrer Karriere annehmen kann, die recht vielversprechend ausschaut. Ihre ersten vier Jahre tourte sie durch Clubs und auf Festivals in Europa und Australien und verarbeitete eigene Erfahrungen in ihren Liedern. Heraus kam eine Musik deren Sound etwas an den von Norah Jones oder Tracy Chapman erinnert, oder um es mit ihren eigenen Worten zu sagen: nach Hip-So-Fo…

Termin
20. Oktober 2012
20:00 Uhr
Café Koeppen