Der gefrorene Prinz – allerhand Theater & Tandera Theater im St. Spiritus

Einer der Gründe weshalb Christine Nöstlinger zu den bekanntesten und beliebtesten österreichische Kinderbuchautorinnen zählt, dürfte die Art und Weise sein, wie sie nicht nur ihre Themen auswählt, sondern auch sprachlich umsetzt. Diese mögen nicht nur die Kinder, deren Eltern ihnen die Geschichten vorlesen, sondern auch Kritiker, die ihr zahlreiche Kinderbuchpreise zukommen ließen, so beispielsweise den Deutschen Jugendliteraturpreis und den Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis. In ihren Büchern beschäftigt sie sich mit den Problemen von Kindern und spricht dabei auch gerne Tabus an. In dem 1990 erschienenen Kinderbuch Der gefrorene Prinz thematisiert sie das Thema Scheidungen, nicht direkt, sondern anhand eines für Kinder verständlichen Märchens. In diesem existiert ein Königreich, in dem sich der König und seine Königin von tiefsten Herzen lieben, so dass irgendwann ein kleiner Prinz unterwegs ist. Beide freuen sich über die Ankunft ihres Kindes, dass ihr Glück vervollkommnen soll. Mit der Zeit beginnt das Eheleben aber eintönig zu werden, die Gewohnheit nimmt überhand, letztendlich wird aus jeder Kleinigkeit ein Streit, der entscheidende aber ums Kind.

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Jeder will es für sich haben und spielt es gegenüber dem anderen aus. Irgendwann beschließen sie sich zu trennen und dass jeder über ein Teil des Königreiches herrschen soll. Sie teilen es untereinander auf, ein Fluss trennt sichtbar beide Teile, nur über den Verbleib des kleinen Prinzen können sie sich nicht einigen. Dieser mag aber beide Mutter und Vater und will sich nicht entscheiden müssen. So baut er sein Bett über den Fluss, so dass er in beiden Teilen des Landes schlafen kann. Eines Tages passiert aber ein Unglück, der kleine Prinz fällt ins Wasser und erfriert dabei fast. Das Kind gerät dadurch wieder in den Blickpunkt der Eltern, welche dieses bei ihren Streitereien völlig außer Acht gelassen hatten. Dieses Kinderbuch inszenierten vor einiger Zeit Dörte Kiehn und Gabriele Parnow-Kloth vom Tandera Theater mit Cornelia Unrauh vom allerhand Theater, die nun damit beim Ferienfigurentheater im St. Spiritus gastieren. Nach Angaben der Puppentheater richtet sich das Stück Der gefrorene Prinz an Kinder im Alter von vier bis elf Jahren. Der Eintritt kostet übrigens 3.00 Euro pro Person beziehungsweise pro Kind ab vier Jahren.

Termin
8. Februar 2013
10:00 Uhr St. Spiritus