Kein Giftmülllager in Ladebow!

Bei der letzten Bürgerschaftssitzung übergab ein Vertreter der BI Hafen Ladebow mehr als tausend Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern, die sich gegen die Errichtung eines Zwischenlagers für Giftmüll ausgesprochen haben, welches die Firma Alba Services GmbH & Co KG auf dem Hafengelände errichten wollte. Der Protest aus der Bevölkerung bewog nun die Stadtverwaltung zu einem Schritt, der den Bau dieses Lagers verhindern soll. Da nach Bausenator Jörg Hochheim die Kündigung des gemeindlichen Einvernehmens rein rechtlich nicht möglich war, blieb für die Stadtverwaltung nur die Möglichkeit, die Genehmigung durch die sprichwörtliche Hintertür zu kassieren. Alba Services GmbH & Co KG mietete die für das Zwischenlager benötigte zweihundertfünfzig Quadratmeter große Fläche von der INTERSEROH MAB Ost GmbH an, welche ihre zehntausend Quadratmeter umfassenden Gewerbeflächen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gepachtet hat.

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Da nach Aussagen der Stadtverwaltung das Bundesanstalt für Immobilienaufgaben den Pachtvertrag mit INTERSEROH MAB Ost GmbH zum 30. September 2013 gekündigt hat, ist auch der Vertrag mit der Alba Services GmbH & Co KG davon betroffen. Diese hat nun keine rechtliche Grundlage mehr, um am Standort Greifswald-Ladebow ihre Giftmüllabfälle zwischenzulagern. Vor dem zweiten Gorleben, welches die BI Hafen Ladebow in der Bürgerschaft ankündigten, falls dieses Lager in Betrieb genommen werden würde, braucht sich die Verwaltung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald nun nicht mehr zu fürchten. Fraglich sind offensichtlich die angeblich nicht vorhandenen Gründe, die Jörg Hochheim vorgab, durch dessen Nichtexistenz sie eine Baugenehmigung erteilen mussten.

Offensichtlich war die in den Bauplänen vorhandene Weiße Wanne, das ist übrigens ein Fundament aus wasserdichtem Beton, welches das Auslaufen von Flüssigkeiten verhindern soll, kein Grund um sich ernsthafte Gedanken zu machen. Kein Wunder, kein einziger bei der Sitzung anwesender Vertreter des Bauamtes konnte den anwesenden Bürgeschaftsmitgliedern und Gästen damals erklären, was eine Weiße Wanne eigentlich ist. Ein weiterer Nebeneffekt der Kündigung des Pachtvertrages sind die nun besseren Aussichten, um auf dem Gelände des Ladebower Hafens maritimes Gewerbe ansiedeln zu können.