Theater Vorpommern – Hase und Igel

Theater Greifswald
Theater Greifswald

Das Erfreuliche Theater Erfurt dürfte dem vorpommerschen Publikum keine unbekannte Bühne mehr sein, zahlreiche Gastspiele sprechen für sich, die das thüringische Puppentheater in den letzten Jahren hier gegeben hat. Das im Jahre 2004 von Petra Noell Paul Olbrich und Ronald Mernitz gegründete Puppentheater hat dabei nicht nur den Fokus auf die Jüngsten gesetzt, sondern wendet sich mit einigen ihrer Stücke auch an eine erwachsene Zielgruppe. Mit Ronald Mernitz hat das Erfreuliche Theater Erfurt nicht nur einen Puppenspieler, der wie die anderen beiden Gründungsmitglieder sein Handwerk an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin gelernt hat, sondern auch einen Autor, der nicht nur bekannte Märchen für die Puppenbühne aufbereitet und eigene Stücke verfasst, sowie Regisseur und Dozent seiner einstigen Hochschule. Als Regisseur inszenierte an zahlreichen Bühnen Puppentheater, so auch am Theater der Altmark, wo seine Fassung des bekannten Märchens Hase und Igel am 12. Oktober 2010 ihre Uraufführung hatte. Interessanterweise findet die Premiere am Theater Vorpommern am selben Tag des Jahres statt, nur eben drei Jahre später.

Bei seiner Umsetzung des bekannten Stoffes hält sich Ronald Mernitz grundsätzlich an die eigentliche Handlung, positioniert die Sympathien des Publikums für die Protagonisten der Geschichte aber etwas anders. Der Igel hat zwar auch den Wunsch schneller als der Hase zu laufen und fordert diesen zum Wettkampf heraus, macht dieses Angebot und die dazugehörige Wette aber aus Reaktion auf die Arroganz die ihm der siegesgewisse Hase zuteilwerden lässt. Verzweifelt über die Dummheit, die er mit dem Eingang der Wette bewiesen hat, wendet er sich verzweifelt an seine Frau, die es nicht toll finden kann, dass ihr Mann ihr gemeinsames Kohlfeld bei einer Wette riskiert hat und kommt auf eine List, mit dem sie dem arroganten Hasen eins auswischen und letztendlich zur Strafe sein Möhrenfeld abnehmen können. Der Wettkampf beginnt und endet nicht so, wie es der Hase hat kommen sehen. Ein weiterer Lauf folgt, darauf ein weiterer, bis die Geschichte ihr bekanntes Ende nimmt.

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Premieren
12. Oktober 2013 – 15:00 Uhr – Gustav-Adolf-Saal Stralsund
27. Oktober 2013 – 15:00 Uhr – Rubenowsaal Greifswald
31. Oktober 2013 – 14:30 Uhr – Theater Putbus