Zukunftswerkstatt für die Greif

Segelschulschiff Greif
Segelschulschiff Greif

Das Schiff bliwt hier lautete einst das Motto der Bürgerinitiative, welche sich für den Erwerb des Segelschulschiffes Wilhelm Pieck durch die Hansestadt Greifswald einsetzten. Bekanntlich hatte sie mit ihrer Aktion Erfolg. Die Hansestadt Greifswald konnte das Schiff von der Treuhand übernehmen und bekam die Gebäude der ehemaligen Marineschule obendrauf. Die Wilhelm Pieck wurde umgebaut und auf den Namen Greif getauft, die Gebäude der Marineschule wurden verkauft und durch die Erträge des angelegten Geldes die Verluste ausgeglichen, welche der Betrieb des Schiffes verursachte. Das Problem an der ganzen Sache ist aber, dass der Betrieb der Greif in den letzten Jahren viel mehr Geld kostete, als durch die Zinseinnahmen erwirtschaftet werden konnte. Das Resultat war ein stetig abnehmendes Eigenkapital, welches inzwischen eine bedrohliche Höhe erreicht hat. Wenn man sich den Wirtschaftsplan für dieses Jahr einmal genauer anschaut, soll das Eigenkapital des See- und Tauchsportzentrum Greifswald 2014 planmäßig von 957900 auf 636900 Euro sinken und das geplante Betriebsergebnis einen Verlust von etwa 321000 aufweisen. Wahrlich keine schönen Zahlen.

Das Meer auf dem die Greif schwimmt ist stürmisch, weshalb soll sie wieder in sicheres Fahrwasser gebracht werden. Die Frage ist nur wie? Daher lädt die Universitäts- und Hansestadt Greifswald am 6. März zu einer Zukunftswerkstatt für die Greif in das Maritime Jugenddorf Wieck ein, zu der sie nach eigenen Aussagen zahlreiche Vertreter aus der Politik, der Verwaltung, der Wirtschaft sowie Marketing und maritimen Sportvereinen eingeladen hat. Die Veranstaltung soll Anregungen zu brauchbaren Lösungen bringen, denn an der Preisschraube soll laut aktuellem Wirtschaftsplan auch in den Folgejahren nicht gedreht werden. So bleiben für die Greif nur zahlungskräftige Sponsoren und ein deutlich besseres Marketing. Beim Marketing sollte die Stadt Greifswald daher mit gutem Beispiel vorangehen und der Greif deutlich mehr Aufmerksamkeit ihrer eigenen Internetseite zugestehen. Man findet Banner über die Europäische Route der Backsteingotik, das Jahr der Romantik, die Business-Culture-Partnership und die neue Neue Seite über Caspar David Friedrich, was hier aber schmerzlich fehlt, ist eine Bewerbung des selbst betriebenen Schiffes. Wieso?

Termin

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6. März 2014
19:00 Uhr
Majuwi