Sandskulpturen-Festival Rügen 2015 – Film und Fernsehen

Sandskulpturen-Festival Rügen
Sandskulpturen-Festival Rügen

Konnte man sich im letzen Jahr auf eine Zeitreise durch die deutsche Geschichte machen, sind es nun die bekanntesten und beliebtesten Stars aus Film und Fernsehen, die in diesem Jahr das Ostseebad Binz bevölkern werden. Auf die Suche nach dem roten Teppich, über den sie bei einem Blitzlichtgewitter stolzieren, braucht man sich aber nicht zu begeben, denn allesamt sind es nur ihre zu Sandskulpturen gewordenen Abbilder, mit denen das Sandskulpturen-Festival Rügen die touristische Attraktivität des größten Ostseebades der Insel Rügen erhöhen möchte. Seit dem Jahre 2012 findet man die weltweit größte Ausstellung von Sandskulpturen in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes, so dass diese Ausstellung auch für diejenigen Leute interessant ist, welche mit der Bahn oder Bussen anreisen. Seitdem 2010 das Sandskulpturenfestival im Jasmar Resort Rügen mit Störtebekers Seeschlachten in XXL die ersten treuen Fans für sich gewonnen hat, ist auch die Menge an Sand gewachsen, welche Jahr für Jahr auf die Insel Rügen gekarrt werden. Waren es 2010 nur 8000 Tonnen, sind es 2015 schon 16000 Tonnen des nach Angaben der Veranstalter besonders jungen und scharfkantigen Sandes, der seinen Weg von Holland nach Vorpommern gefunden hat.

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Und der massenhaft angekarrte Sand hat inzwischen schon seine neue Gestalt angenommen und präsentiert sich seinen Betrachtern als Superman und Harry Potter, E.T. und Indiana Jones, Batman und Robin, aber auch als der doch etwas tuntig wirkende Pirat Jack Sparrow wird bei dieser Präsentation nicht fehlen. Bei 16000 Tonnen Sand bleibt auch viel Material, um bekannte Szenen aus weiteren Filmen nachzustellen, wie beispielsweise Herr der Ringe, Nosferatu, American Beauty, Das Boot, Avatar oder Matrix. Allzu klein und niedlich geben sich die in Sand geformten Kunstwerke nicht, denn bis zu sechs Meter hoch fallen einige der beim Sandskulpturen-Festival Rügen gezeigten Motive aus, wie dasjenige aus dem Film Herr der Ringe, welches wie die übrigen Sandskulpturen eine recht aufwendige Bearbeitung hinter sich hat, denn allzu einfach ist es nicht, aus Strandsand solch filigrane Motive zu formen. Das offene Geheimnis liegt in der Körnung des verwendeten Sandes, der besonders scharfkantig und dementsprechend formbar ist. Zunächst wird der feuchte Sand in Formen gepresst, so dass er dadurch verdichtet wird und das Gebilde eine höhere Festigkeit erhält, so dass diese übereinander gestapelt werden können.

Aus den nun vor ihnen befindlichen Sandblöcken haben die Bildhauer, die auch in diesem Jahr aus vielen Ländern Europas angereist sind, die in ihrem Kopf entstandenen Vorlagen aus dem Sand geformt, wobei sie sich dabei mehr oder weniger rabiat betätigt haben, denn zu den von ihnen verwendeten Werkzeugen gehören neben Skalpellen und Pinseln für den Feinschliff, auch Sägen und Schaufeln für das Grobe. Aus Russland, Großbritannien, Finnland, Ungarn und der Ukraine stammen die kreativen Köpfe, die mit ihren Händen die insgesamt fünfundvierzig Sandskulpturen geschaffen haben, die man noch bis zum 8. November 2015 bewundern kann. Wer in den ersten Tagen der Ausstellung den Weg in die Zelte des Sandskulpturenfestivals finden sollte, kann einigen der beteiligten Künstler noch bei den letzten Arbeiten an ihren Skulpturen über die Schultern schauen. Übrigens kann man selbst kreativ werden, denn mit derselben Sand, der geformt in der Ausstellung für staunende Blicke sorgt, können die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen und selber Sandskulpturen gestalten. Wer nicht genug von der sandigen Kunst bekommt, kann sich auf die Insel Usedom begeben, wo ab dem Osterwochenende das Sandskulpturen-Festival Usedom mit einer internationalen Märchenwelt interessierte Besucher erwartet.

Termin
21. März bis 8. November 2015
Festwiese Proraer Chaussee
Ostseebad Binz
Montag bis Sonntag 10:00-18:00 Uhr



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