Polizeiakte 2016/03

Polizei
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Frau stirbt bei Sturz von den Kreidefelsen

31. März 2016 Am Abend des 31. März erhielt die Rettungsleitstelle Vorpommern-Rügen um 19:14 Uhr einen Notruf, der sie darüber informierte, dass im Nationalpark Jasmund, nördlich der ehemaligen Wissower Klinken und im Bereich der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht eine Frau die Kreidefelsen herabgestürzt ist. Nach Aussagen der Polizei konnte der eintreffende Notarzt nur noch den Tod der neunundvierzigjährigen Schleswig-Holsteinerin feststellen, dessen Sturz zum derzeitigen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte einer Straftat bietet. Mit den weiteren Ermittlungen ist nun die Kriminalpolizei Stralsund beschäftigt. Die Leiche der Frau befand sich auf einem relativ schlecht zugänglichen Gelände unterhalb der Kreidefelsen, so dass die Wasserschutzpolizei Sassnitz diese nur mit der Hilfe mehrerer Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sassnitz bergen konnten.

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Vierzehnjähriger schießt mit Softairwaffe auf vier Gärtner

31. März 2016 Am Donnerstagvormittag wurden gegen 08:40 Uhr vier Männer die Opfer eines tätlichen Angriffs mittels einer Softairwaffe. Nach Angaben der Polizei waren sie gerade im Gedser Ring mit der Pflege der dortigen Grünanlagen beschäftigt, als sie plötzlich auftretende kurze Schmerzen verspürten, wobei eines der Opfer diese auch am Kopf wahrnehmen musste. Diese Schmerzen wurden offensichtlich durch die Projektile einer Softairwaffe ausgelöst, mit welcher ein vierzehnjähriger Junge aus dem Fenster eines Hauses auf sie zielte. Die daraufhin alarmierte Polizei traf den minderjährigen Schützen in der besagten Wohnung nicht an, ließ sich aber später vom aufgesuchten Vater des Jungen die beiden noch in der Wohnung befindlichen Softairwaffen herausgeben. Den leichtsinnigen Schützen erwartet jetzt eine Ermittlung wegen gefährlicher Körperverletzung.

Räuberischer Diebstahl in Stralsunder C&A-Filiale

31. März 2016 Als äußerst gewalttätig kann man den räuberischen Diebstahl bezeichnen, der sich am Nachmittag des 30. März in der Stralsunder Filiale von C&A ereignete. Zwei als dunkelhäutig beschriebene Personen im Alter von etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Jahren wurden vom dortigen Ladendetektiv dabei beobachtet, wie sie gerade dabei waren diverse Kleidungsstücke in die von ihnen mitgeführten Rucksäcke zu packen. Als er die beiden Ladendiebe daraufhin ansprach, wurden sie gewalttätig und versuchten ihn über die Brüstung der Rolltreppe in gut sieben Meter Tiefe zu stoßen. Dem von den gewalttätigen Dieben bedrängten Ladendetektiv stand ein Kunde bei, der versuchte sie von ihrem Opfer zu trennen. Daraufhin schlug einer der Täter auf diesen ein, wodurch er sich diverse Gesichtsverletzungen zuzog.

Der Ladendetektiv wiederum versuchte die beiden Ladendiebe an der Flucht zu hindern, indem er sich vor der Rolltreppe ihnen in den Weg stellte. Diese ließen sich aber nicht beirren, schlugen bei ihrer Flucht erneut auf den Ladendetektiv ein und stießen ihn letztendlich die Rolltreppe herunter, der dadurch Prellung und Abschürfungen erlitt. Das hielt ihn aber nicht davon ab, die beiden in Richtung Hafen fliehenden Täter zu verfolgen. Bei der Verfolgung gelang es ihm einen der mit Diebesgut gefüllten Rucksäcke in seine Gewalt zu bekommen. Einer der beiden Täter war etwa 175 bis 180 Zentimeter groß, der andere mit etwa 180 bis 185 Zentimetern etwas größer. Über die Nationalität der beiden Räuber konnte die Polizei keine Angaben machen. Sachdienliche Hinweise die bei der Aufklärung des Falles helfen können, nimmt die Stralsunder Polizei unter der Telefonnummer 03831-28900 entgegen.

An den Wurthen brannte eine Halle

29. März 2016 Am Dienstag erreichte die Rettungsleitstelle des Landkreises Vorpommern-Greifswald gegen 00:57 Uhr ein Anruf, der in der Straße An den Wurthen eine starke Rauchentwicklung meldete. Die daraufhin am besagten Ort eintreffende Funkstreifenbesatzung musste einen Brand feststellen, der in dem Gebäude ausgebrochen war, in dem sich noch vor einiger Zeit ein Gardinenstudio befand. Von der gut hundertfünfzig Meter langen Halle standen etwa achtzig Meter Länge unter Feuer, welches die Greifswalder Berufsfeuerwehr nach Aussagen der Polizei relativ schnell unter ihre Kontrolle bekommen haben soll. Nach vorläufigen Schätzungen beträgt der durch den Brand verursachte Schaden zwischen 20000 und 30000 Euro.

Brand der Halle an den Wurthen

Brand der Halle an den Wurthen

Verkehrsunfall zwischen Neuenkirchen und Greifswald

28. März 2016 Am Sonntagnachmittag kam es zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Straße zwischen Neuenkirchen und Greifswald. Gegen 14:20 Uhr befuhr eine fünfunddreißigjährige Autofahrerin mit ihrem VW Caddy aus Richtung Wackerow kommend die Kreisstraße, um in Richtung Gartenweg zu fahren. Hierbei übersah sie aber einen aus Richtung Greifswald kommenden Toyota Yaris, den ein zweiundsiebzigjähriger Fahrzeugführer lenkte. Dadurch kam es zu einem Zusammenstoß beider Fahrzeuge, durch den ihre Insassen schwerverletzt wurden. Unter diesen befand sich nach Aussagen der Polizei auch ein neunjähriger Junge, welches wie die übrigen Verletzten des Unfalls durch die herbeigerufenen Rettungskräfte medizinisch versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in das Greifswalder Universitätsklinikum gefahren wurden. Bei dem Unfall entstand laut Schätzung der Polizei ein Sachschaden in Höhe von etwa 20000 Euro.

Mehrere Schaufensterscheiben im Schuhhagen eingeworfen

20. März 2016 Am Sonntagmorgen gegen 03:56 Uhr bemerkte eine Passantin, welche sich nach Aussagen der Polizei auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle befand, in der Brüggstraße laute Geräusche. Bei diesen stellte sich heraus, dass sie durch wie dunkel gekleidete Personen verursacht wurden, die gerade dabei waren mehrere Schaufensterscheiben im Schuhhagen mit Steinen zu bewerfen. Daraufhin meldete sie sich bei der Polizei, die kurz darauf am Tatort eintraf und die Identität der beiden Täter feststellen konnte. Diese waren 21 und 25 Jahre alt, wobei bei dem jüngeren der beiden Tatverdächtigen ein Atemalkoholwert von 1.13 Promille festgestellt werden musste. Beide wurden übrigens nach der erfolgten Identitätsfeststellung durch die Polizei wieder freigelassen. Das Ziel der beiden Steinewerfer war neben einem Jeansgeschäft, bei dem sie die beiden großen Schaufensterscheiben und die Ladentür mit den Pflastersteinen beschädigten, ein weiteres Modegeschäft, welches dessen Schaufenster aus Sicherheitsglas bestand, so dass es bei diesem die Pflastersteine nicht durchschlagen konnten.

Schwerverletzter Radfahrer auf dem Hansering

08. März 2016 Am Nachmittag des 8. März kam es gegen 16:05 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf dem Hansering, bei dem ein achtundzwanzigjähriger Radfahrer und eine achtzehnjährige Autofahrerin beteiligt waren. Hierbei übersah der Radfahrer bei der Überquerung der Straßen in Richtung Museumshafen auf Höhe der Knopfstraße das sich von der Europakreuzung aus nähernde Fahrzeug und verursachte einen Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Hierbei stürzte der unachtsame Radfahrer unglücklich, so dass er sich schwere Kopfverletzungen zuzog und mittels Rettungswagen ins Greifswalder Universitätsklinikum gebracht werden musste, wo er nun stationär behandelt wird. Der durch den Verkehrsunfall verursachte Sachschaden wurde von der Polizei auf etwa 1000 Euro geschätzt.

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Falscher Polizeibeamter erleichtert Seniorin um mehrere tausend Euro

03. März 2016 Die Betrugsmasche mit den angeblichen Polizeibeamten, die von ihren arglosen Opfern unter Vorspielen falscher Tatsachen Bargeld verlangen, ist nicht neu. Aufgrund der jahrelangen Aufklärung, zumindest bei den vermeldeten Vorfällen, fällt die Erfolgsquote relativ niedrig aus. Wie die Polizei am Mittwoch leider vermelden musste, wurde eine neunzigjährige Greifswalderin am Dienstag das Opfer eines solchen Betruges, bei dem die Täter die Gutgläubigkeit älterer Menschen ausnutzen. Darüber, wie hoch die ergaunerte Summe genau war, welche die Seniorin dem Betrüger übergab, schweigt sich die richtige Polizei in ihrer Pressemitteilung aber aus, sie spricht von einer Summe von mehreren tausend Euro.

Währenddessen wurde zumindest der Tatvorhergang etwas beleuchtet. Hiernach erhielt das Opfer einen Anruf des falschen Polizisten, der im Rahmen eines aktuellen Ermittlungsverfahrens das Geld der Rentnerin präparieren muss, und um dies zu bewerkstelligen, jemanden vorbeischicken möchte, der das besagte Geld abholt. Aufgrund dieses Vorfalls verweist die Polizeidirektion auf die Tatsache, dass sie solche Telefonate nicht führt und zählt einige Verhaltensregeln auf. Unter anderem sollte man sich am Telefon mit Fremden prinzipiell nicht über Geld und Wertgegenstände unterhalten, die sich in der Wohnung befinden, und bei entsprechenden Anrufen das zuständige Polizeirevier informieren.

Splitterbombe bei Grambow gefunden

02. März 2016 Tief im Süden des Landkreises Vorpommern-Greifswald liegt zwischen Löcknitz und Stettin die Ortschaft Grambow, in der am Mittwochmorgen ein explosives Relikt aus dem zweiten Weltkrieg zutage kam. Bekanntlich wurde Löcknitz im April des Jahres 1945 von den Luftstreitkräften der roten Armee bombardiert. Im März des Jahres 2011 wurden hier übrigens zwei Fliegerbomben entdeckt, die während des Krieges versagt hatten und nun durch Spezialisten entschärft werden mussten. Von den Angriffen auf Löcknitz stammt wohl auch die verirrte Fliegerbombe, die auf einer bei Grabow gelegenen Ackerfläche von einem Mitarbeiter eines hiesigen landwirtschaftlichen Betriebes bei seiner Arbeit entdeckt wurde. Dieser benachrichtigte die Polizei, welche das Gewicht des gemeldeten Munitionsfundes auf gut hundert Kilogramm schätzte.

Der Munitionsbergungsdienst brachte dann schließlich die Gewissheit, dass es sich hierbei um eine sowjetische Splitterbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelte, wer diese als russisch beschreibt sollte besser ein paar Nachhilfestunden in Geschichte nehmen, der die Bombe an Ort und Stelle entschärfen konnte, indem der noch vorhandene Zünder entfernt wurde. Nach Aussagen der Polizei wurde die Bombe nach Mellenthin verbracht, wo sie anschließend vernichtet werden sollte. Da sich der Fundort weit von der Straße befand, waren in diesem Fall keine Straßensperrungen oder etwaige Evakuierungsmaßnahmen der Bevölkerung nötig. Zudem gab es keine Störungen im Bahnverkehr, da die in Sichtweite verlaufende Bahnlinie Pasewalk-Stettin gut einhundert Meter entfernt war.



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