Tag der Städtebauförderung 2016

Schon von Weitem kann man sehen, wohin in Greifswald die derzeitigen Städtebaufördermittel fließen. Die auffälligen Einrüstungen am Dom St. Nikolai und an der Marienkirche zeugen von den derzeitigen Sanierungsarbeiten an den beiden Kirchen, welche jede auf ihre Art und Weise das Stadtbild von Greifswald prägen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die drei großen Pfarrkirchen der Stadt die Protagonisten am diesjährigen Tag der Städtebauförderung sind. Dieser bundesweite Aktionstag wurde im letzten Jahr zum ersten Mal begangen und soll nach Aussagen der Veranstalter die Bürgerbeteiligung in der Städtebauförderung und der Stadtentwicklung stärken und den geförderten Projekten ein Forum in der Öffentlichkeit bieten. Bei der Greifswalder Auftaktveranstaltung konnte man den Neu- und Umbau der Käthe-Kollwitz-Grundschule besichtigen und bei den Führungen entlang der umgestalteten Wallanlagen einiges Interessantes über die Geschichte und den dort gepflanzten Gewächsen erfahren.

In diesem Jahr bietet der Tag der Städtebauförderung in Mecklenburg-Vorpommern ein deutlich größeres Angebot als zuvor, auffällig ist aber die Tatsache, dass sich von den insgesamt zwölf teilnehmenden Orten nur drei im vorpommerschen Landesteil befinden. Neben Greifswald handelt es sich um die Städte Stralsund und Anklam, welche an diesem Tag verschiedene Angebote zu bieten haben. Am übersichtlichsten fällt das Programm in Anklam aus, denn hier ist es die Alte Post, die man bei dieser Gelegenheit besichtigen kann. Wer in den letzten Monaten in Anklam gewesen sein sollte, weiß um die Tatsache, dass sich dort das Bild der Altstadt grundlegend verändert hat. Während man in Greifswald den nördlichen Blick auf die Altstadt mit lieblos geplanten Gebäuden verschandeln möchte, haben sich die Anklamer dazu entschlossen, die Plattenbauten aus DDR-Zeiten nicht zu sanieren, sondern abzureißen und dann die ursprünglichen Straßenzüge mit historisierenden Neubauten wiederherzustellen.

Recht zentral in der Nähe des Marktplatzes befindet sich in der Steinstraße die Alte Post, die nun mit einem Anbau versehen, zu einem Hotel mit siebenundsechzig Doppelzimmern, drei Einzelzimmern und vier Suiten werden soll. In der Zeit von 10:00 bis 12:00 Uhr hat man die Gelegenheit sich auf der Baustelle umzuschauen. Verglichen damit hat man in Greifswald deutlich mehr zu sehen, denn hier kann man neben den drei schon erwähnten Pfarrkirchen auch die katholische Kirche St. Joseph besichtigen. Das Programm ist an diesem Tag übrigens so angelegt, dass man die vier Kirchen nacheinander besuchen kann. Die Eröffnung ist um 11:00 Uhr im Dom St. Nikolai. Erwartet wird zu dieser Gelegenheit Mecklenburg-Vorpommerns Bauminister Harry Glawe, der höchstwahrscheinlich den nächsten Bescheid für bewilligte Städtebaufördermittel mit dabei haben sollte.

Nach mehreren Führungen und Vorträgen sorgt das Blasorchester Gützkow für eine musikalische Untermalung des Weges zur Josephkirche, später übrigens auch bei den Wegen zur Jacobikirche und der Marienkirche. In letzterer kann man gegen 16:00 Uhr den Kirchturm besteigen und sich über die derzeitige Sanierung des Dachstuhls informieren. In Stralsund fängt der Tag der Städtebauförderung schon etwas früher an, was an der Anwesenheit des Ministers liegt, der etwas später auch Greifswald mit seiner Anwesenheit beehrt. Hier ist es Kulturkirche St. Jakobi, deren Sanierung dank fließender Städtebaufördermittel vorankommt. Interessant dürfte auch das einstige schwedische Regierungspalais sein, welches derzeitig eine Baustelle ist und das Bauamt beherbergt. Weitere Stationen in Stralsund sind übrigens das Maritime Zentrum Frankenvorstadt und der Neubau des Schulgebäudes der IGS Grünthal im Stadtteil Grünhufe.

Anzeige

Termin
21. Mai 2016

Angebote in Vorpommern
11:00 – 13:55 Uhr Dom St. Nikolai Greifswald
14:00 – 14:35 Uhr St. Joseph Greifswald
14:45 – 15:45 Uhr St. Jacobi Greifswald
16:00 – 17:30 Uhr St. Marien Greifswald
10:00 – 12:00 Uhr Alte Post Anklam
10:00 – 11:00 Uhr Kulturkirche St. Jakobi Stralsund
11:00 – 12:00 Uhr Bauamt Stralsund
12:00 – 14:00 Uhr Maritimes Zentrum Frankenvorstadt Stralsund
13:00 – 14:00 Uhr IGS Grünthal/Haus II Stralsund