Felix Antretter und seine Horizonte

Felix Antretter - Horizonte
Felix Antretter - Horizonte

Neben den zahlreichen Galerien findet man in Greifswald auch mehrere Einrichtungen, welche der Kunst einen Platz bieten. Seit letzten Freitag kann sich die Achilles Physiotherapie zu diesen zählen, denn mit der Vernissage der Fotoausstellung mit dem bezeichnenden Titel Horizonte haben die beiden Inhaber Carolin Eisoldt und Florian Piper nicht nur ihrer Praxis mit einigen fotografischen Blickfängen ausgestattet, sondern auch gleichzeitig einem hoffnungsvollen Nachwuchstalent die Möglichkeit zu seiner ersten eigenen Personalausstellung geboten. Die Rede ist von dem aus dem oberbayrischen Lenggries stammenden Felix Antretter, der seit einigen Jahren an der Technischen Hochschule Nürnberg Film und Fotografie studiert. Was Felix Antretter und Physiotherapeut Florian Piper eint, ist die Liebe zum Kitesurfen, eine Sportart, bei der man nach Aussagen der Kitesurfer auf dem Meer das Gefühl der Freiheit erleben kann.

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Dass es sich beim Hauptmotiv der Ausstellung um eine entsprechende Szene handelt, dürfte nicht verwunderlich sein, denn viele der präsentierten Bilder sind auf Reisen entstanden, bei denen der Wassersport im Vordergrund stand. So sind es viele Motive aus Südafrika, die man zu sehen bekommt. Ob Meeresküste oder Savanne mit Elefanten, es ist auch fast immer der Horizont, der die Aufmerksamkeit auf sich lenkt und bei den Betrachtern Fernweh erzeugt. Erstaunlich war um so mehr die Tatsache, dass es sich bei dem Hauptmotiv der Ausstellung um keinen Ort am anderen Ende der Welt handelt, sondern um den Greifswalder Bodden bei Loissin, der für Kitesufer ein beliebtes Revier an der deutschen Ostseeküste darstellt. Ergänzt wird die Ausstellung mit einer kleinen Serie bei der die bayrische Tracht und ihre Träger recht persönlich porträtiert werden. Im Gegensatz zu anderen Ausstellungsorten, für die zumeist kahle Flure herhalten müssen, sind es in der Praxis der Achilles Physiotherapie zumeist die Behandlungsräume, in denen man als Patient mit den Bildern in Berührung kommt.

Und somit hatte man während der Vernissage gleichzeitig die Möglichkeit die Einrichtung der Praxis zu begutachten, welche man für gewöhnlich nur betreten würde, wenn man gewisse körperliche Probleme hat und sich einer physiotherapeutischen Behandlung unterziehen lassen müsste. Zumindest konnte man sich bei dieser Gelegenheit von der Philosophie der Einrichtung überzeugen, welche nach eigener Darstellung eine unpersönliche Behandlungsatmosphäre ablehnt und ihre Räumlichkeiten entsprechend modern gestaltet hat. In diesen Räumlichkeiten können nun die Bilder der Ausstellung weitere Akzente setzen und einem jungen Künstler etwas Aufmerksamkeit zuteilwerden lassen, von welchem man in Zukunft wohl mehr von seinen filmischen Aktivitäten hören dürfte, denn es sind eigentlich die bewegten Bilder, die Felix Antretter schon seit seinen Kindertagen faszinieren.