Polizeiakte 2018/08

Polizei
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Frau von Heuballen erschlagen

22. August 2018 Am Donnerstagmorgen kam es in einem Stall des auf der Insel Riems beheimateten Friedrich-Loeffler-Instituts zu einem schweren Arbeitsunfall. Nach Aussagen der Polizei verluden mehrere Mitarbeiter des Institus Heuballen, wobei diese vom Boden des Stalls durch eine in etwa dreieinhalb Meter hohen Luke auf den Boden gefallen lassen wurden. Dabei wurde gegen 07:45 Uhr eine vierundfünfzigjährige Mitarbeiterin von einem der herabfallenden Heuballen getroffen. Bei diesem handelte es sich aber um kein allzu handliches Objekt, denn der über einen Durchmesser von hundertzwanzig Zentimetern verfügende Heuballen hatte ein Gewicht von dreihundert Kilogramm. Die verletzte Frau wurde von ihren Kollegen versorg und vom Rettungsdienst ins Klinikum gebracht. Hier erlag sie kurz darauf ihren schweren Verletzungen.

Eine eingeschlagene Fahrzeugscheibe rettete Welpen aus überhitztem Auto

21. August 2018 Es ist zwar nicht mehr so heiß wie vor einigen Tagen, laut Aussagen der Polizei reichen aber auch schon Temperaturen von 20° um den Innenraum eines Fahrzeug innerhalb von weniger als einer Stunde auf Temperaturen von mehr als 46° zu erhitzen. Diese Erfahrung musste am Dienstagnachmittag ein Welpe am eigenen Leib erfahren, den sein Halter in dem in der Bahnhofstraße geparkten Fahrzeug etwa drei Stunden lang aufbewahrte. Zum Glück bemerkten Zeugen den Käfig mit dem Hundewelpen und alarmierten die Polizei, die zwar den Halter des Fahrzeuges ausfindig machen, ihn aber nicht erreichen konnten. Die Erlösung brachte eine eingeschlagene Fensterscheibe. Kurz darauf traf der Halter ein, der die Scheibe zwar einen Spalt weit geöffnet hatte, dies aber offensichtlich nicht ausreichte, was er laut Aussagen der Polizei auch einsah. Dem kleinen Hund geht es inzwischen wieder besser, dieser Vorfall sollte aber auch andere Hundehalter sensibilisieren, ihre vierbeinigen Lieblinge nicht allein im Auto zu lassen.

Verstärkte Geschwindigkeitskontrollen vor den Schulen

16. August 2018 Am 20. August beginnt in Mecklenburg-Vorpommern das neue Schuljahr, welches nicht nur das gewohnte Leben der Erstklässler völlig auf dem Kopf stellt, sondern sie auch den Gefahren des Straßenverkehrs aussetzt. Diese sind nicht zu unterschätzen, denn im Landkreis-Vorpommern-Greifswald kam es nach Aussagen der Polizei im vorletzten Jahr zu acht Unfällen, bei denen drei Schulkinder schwer und vier Schulkinder leicht verletzt wurden. Im letzten Jahr kam es zu neun Unfällen, bei denen ein Schulkind schwer und fünf Schulkindern leicht verletzten wurden. Dementsprechend liegt der Fokus der eingesetzten Polizeibeamten auf der Sicherheit der zahlreichen Erstklässler, der sich in verstärkten Geschwindigkeitskontrollen bemerkbar machen wird.

Die Polizei hat für die kommende Woche insgesamt zwanzig dieser mobilen Kontrollstellen angekündigt, die sich verstärkt im Bereich der Schulen befinden werden. Zwar wurden die Städte Greifswald, Wolgast, Anklam, Pasewalk, Eggesin und Torgelow namentlich erwähnt, man kann aber auch davon ausgehen, dass auch einige dieser Geschwindigkeitskontrollen im ländlichen Bereich des Landkreises geplant sind. Man sollte daher peinlichst darauf aufpassen, sich an die für die Straßen an den Schulen vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, denn in der nächsten Woche werden solche Verstöße garantiert von der Polizei erfasst und geahndet.

Umgekippter Gülletank

13. August 2018 Der Montag bot zumindest den Bewohnern einiger Stadtteile unfreiwilligen Eindruck von derjenigen Landluft, die entsteht, wenn die Bauern mit ihren Güllewagen über die Äcker fahren. In diesem Fall war es kein Acker, sondern ein Straßengraben, von wo die Geruchsbelästigung herkam. In diesen kippte kurz nach 09:00 Uhr ein vollbeladener Gülletank, nachdem der vierundvierzigjährige Fahrer mit seinem Lastkraftwagen einen Unfall hatte, durch den dieser auf die Gegenfahrbahn kippte. Zuvor geriet das Fahrzeug auf die Bankette, das vom Fahrer durchgeführte Gegenlenkmanöver sorgte aber dafür, dass sich der Gülleanhänger hochschaukelte und die Zugmaschine mitriss.

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Der verunglückte Fahrer hatte sich nur einige leichte Verletzungen zugezogen und konnte nach Aussagen der Polizei das Fahrerhaus selbstständig verlassen. Für sein umgekipptes Fahrzeug und den im Graben befindlichen Anhänger musste ein Bergungskran angefordert, und die Straße für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Der größte Teil der im Tank befindlichen Gülle, man spricht von etwa sechstausend Litern, konnte abgepumpt werden, etwa tausend Liter traten aber aus und sorgten für die besagte Landluft.