Mark Olich – Behind the curtain – Закулисье

Mark Olich
Mark Olich
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Der Vorhang ist gefallen, der Applaus verklungen, es Zeit für die Kritik. Während die großen Stars des Mariinski-Balletts schon längst in ihren Garderoben sind, bekommen die anderen Ballerinen erst einmal ihre Portion Nörgelei durch den Ballettdirektor geboten. Perfektion ist das Markenzeichen, durch welche die russische Ballettcompagnie ihren Weltruf begründet. Wie viel Arbeit hinter einer Inszenierung steht, sieht das Publikum nicht, sichtbar ist für dieses nur das Ergebnis, welches auf der Bühne präsentiert wird. Dass dazu auch die anschließende Auswertung der jeweiligen Leistungen gehört, dokumentiert Mark Olich auf dem Bild, welches als Motiv für die Ausstellung Behind the curtain – Закулисье gewählt wurde, welche die in Greifswald beheimatete Galerie STP derzeitig in ihren Räumlichkeiten präsentiert.

Mit dieser Ausstellung nähert sich die von Peter Konschake gegründete Galerie wieder ihren Wurzeln an, welche bekanntlich in St. Petersburg liegen und die sich auch im Namen der Galerie wiederfinden. Und in ebenjener Stadt ist auch das Mariinski-Ballett beheimatet, welche Mark Olich seine Motive liefert. Von Hause aus ist er Maler und Grafiker, im Jahre 2002 kam er zur Fotografie und zählt seit vielen Jahren zu den besten Theaterfotografen Russlands. Obwohl die Fotografie im Fokus seines Wirkens steht, ist er der Malerei treu geblieben, nur auf eine völlig andere Art und Weise. Er begann mit anderen Materialien zu experimentieren, zusammen mit einem Freund entwickelte er eine Drucktechnisch, mit der man Aquarellpapier bedrucken kann. Da er diese Drucktechnik hat patentieren lassen, dürften seine Bilder auch durch ihr Material etwas ganz Besonderes sein. Die Grundlage bildet handgeschöpftes Aquarellpapier von Lana, qualitativ gesehen so etwas wie der Rolls-Royce des Aquarellpapiers.

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Der Prozess fällt recht aufwendig aus und kann daher auch einige Tage dauern. Als letzter Schritt erfolgt eine Retusche mit Pinsel und Farbe, was aus den jeweiligen Abzügen ein Original werden lässt. Im Verhältnis zu dem großen Aufwand, welcher in jedem der ausgestellten Bilder steckt, fielen die ausgewiesenen Preise recht günstig aus. Passend zum Thema der Ausstellung war der Auftritt der russischen Balletttänzerin Ekaterina Gusarova, welche eine originale Choreographie aus Schwanensee tanzte und das ballettbegeisterte Publikum begeisterte. Für ihren Auftritt war sie extra aus St. Petersburg angereist. Diese Ausstellung und damit auch den Auftritt von Ekaterina Gusarova ermöglichten die Sponsoren Nord Stream 2, die Sparkasse Vorpommern, der Unternehmerverband Vorpommern und die Stadtwerke Greifswald, welche mit Hilfe von Kunst und Kultur die deutsch-russischen Beziehungen verbessern wollen, die seit einigen Jahren durch die wirtschaftlichen Sanktionen getrübt sind.

Als Redner des Abends fungierten der Leiter des Handels- und Wirtschaftsbüros der russischen Botschaft Pavel Rubtsov und der Staatssekretär aus dem Wirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern Stefan Rudolph, was die Ernsthaftigkeit des Anliegens unterstreicht. Kam, im Verhältnis zu den politischen Reden, die Vorstellung des Künstlers vielleicht etwas zu kurz, waren es die ausgestellten Bilder, die an dem Abend für ihn sprachen. In diesen lässt er einen intimen Blick hinter die Kulissen zu, eine Intimität welche das Publikum für gewöhnlich nicht erfährt. Die Anspannung vor einem Auftritt und die Erleichterung nach diesem, die Motive, die Mark Olich in der Welt hinter dem Vorhang festgehalten hat, sind nicht gestellt und wirken damit äußerst authentisch. Bis zum 28. März hat man noch die Gelegenheit sich von der hohen Qualität der Arbeiten von Mark Olich überzeugen zu lassen.

Impressionen

Mark Olich

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Ekaterina Gusarova

Ekaterina Gusarova

Pavel Rubtsov

Pavel Rubtsov

Stefan Rudolph

Stefan Rudolph



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