Verkaufsoffene Sonntage in Stralsund

Altes Kaufhaus Stralsund

Altes Kaufhaus Stralsund

Als eine der beiden Weltkulturerbestädte Mecklenburg-Vorpommerns, denn dank der historischen Stadtkerne mit ihren mittelalterlichen Grundrisses ist die Hansestadt Stralsund zusammen mit der Hansestadt Wismar im Jahre 2002 in die Welterbeliste aufgenommen worden, profitiert Stralsund von der Verordnung über erweiterte Ladenöffnungszeiten in Kur- und Erholungsorten, Weltkulturerbestädten sowie in anerkannten Ausflugsorten und Ortsteilen mit besonders starkem Fremdenverkehr, denn im Gegensatz zu anderen Städten, welche sich im Hinterland befinden und keine Erholungsorte sind, können die Altstadt beheimateten Stralsunder Einzelhändler etwas mehr von den großen Touristenströmen profitieren, die es in die historischen Straßen und Gassen der im Mittelalter so bedeutenden Stadt zieht, welche zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges mit ihrer Marienkirche das höchste Gebäude der Welt in ihren Mauern zu Hause wusste. Auch heutzutage bietet sich ein Bummel durch die Altstadt von Stralsund an, deren prächtige Bürgerhäuser vom einstigen Reichtum ihrer Bewohner zeugen, wenn des Wetter mal nicht so mitspielt und daher ein Besuch von Meeresmuseum und Ozeaneum auf dem Programm steht oder Großereignisse, wie die alljährlichen Wallensteintage und das Hafenfest, zu einem Besuch der Stadt animieren.

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Für diejenigen Urlauber, welche die Ruhe auf der Westseite der Insel Rügen suchen, ist Stralsund als Einkaufsmöglichkeit die erste Wahl, denn infrastrukturell ist die Insel Rügen mehr auf die Ostseeküste ausgerichtet, so dass sich, von Bergen auf Rügen einmal abgesehen, die meisten Einkaufsmöglichkeiten in den Ostseebädern befinden. Aber auch für die Urlauber der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bietet die Hansestadt Stralsund eine attraktive Destination für einen Tagesausflug, mit der Hansestadt Rostock gibt es, im Gegensatz zur Insel Rügen, eine größere Konkurrenz. Durch die Bäderverkaufsverordnung haben die Stralsunder zumindest an mehreren Wochenenden den Trumpf in ihren Händen, denn neben den durch das Ladenöffnungsgesetz maximal möglichen vier verkaufsoffenen Sonntagen pro Jahr, können Stralsund und Wismar auf weitere durch die Bäderverkaufsverordnung ermöglichte Termine zurückgreifen, sodass die Stralsunder Einzelhändler in der Altstadt ihre Läden und Geschäfte an bis zu sechzehn Sonntagen öffnen können. Die erlaubte Sonntagsöffnungszeiten müssen aber auf die gesetzliche Sonntagsruhe Rücksicht nehmen, so dass die von der Regelung privilegierten Einzelhändler ihre Kundschaft erst ab 12:00 Uhr bedienen können. Bis 18:00 Uhr hat diese dann Zeit, sich mit touristisch relevanten Produkten einzudecken.

Diese Produkteigenschaft ist ausschlaggebend für eine Erlaubnis, denn die Bäderverkaufsverordnung soll die Versorgung der zahlreichen Urlauber mit den Waren des täglichen Verbrauchs sicherstellen. Da sich fast alle Supermärkte von Stralsund außerhalb der Altstadt befinden, vom EDEKA in der Ossenreyer Straße einmal abgesehen, ist der Erwerb von Lebensmitteln und Körperpflegemitteln für die Besucher der Stadt relativ uninteressant. Viel attraktiver sind dann doch die zahlreichen Bekleidungsgeschäfte, welche das Warenangebot der hiesigen Einkaufsmeile dominieren. Durch den recht großen Besucherstrom von der Insel Rügen lohnt sich auch für einige größere Handelsketten ein Engagement in der Hansestadt. Die Bäderverkaufsverordnung erlaubt neben dem Verkauf von Bekleidung auch den Verkauf von Lederwaren, so dass man sich bei seinem sonntäglichen Einkaufsbummel auch mit passenden Schuhen ausstatten kann. Von der Verordnung sind aber unter anderem Produkte wie Pelze und Uhren ausgenommen, so dass beispielsweise reine Uhrenläden an verkaufsoffenen Sonntagen nicht öffnen dürfen. Auch Möbelgeschäfte, Autohäuser und Baumärkte fallen laut Bäderverkaufsverordnung unter die Kategorie touristisch irrelevant, sodass man auch hier vor verschlossenen Türen stehen wird.

Verkauft werden können, neben den schon erwähnten Warenkategorien, Produkte wie beispielsweise Spielwaren und Sportausrüstungen, kunsthandwerkliche Produkte und Souvenirs, sowie Bücher und Zeitschriften. Da die Verordnung über erweiterte Ladenöffnungszeiten in Kur- und Erholungsorten, Weltkulturerbestädten sowie in anerkannten Ausflugsorten und Ortsteilen mit besonders starkem Fremdenverkehr die Regeln recht streng auslegt, kann es durchaus passieren, dass trotz eines verkaufsoffenen Sonntags nicht alle Läden und Geschäfte am Sonntagnachmittag öffnen können. Die Termine der verkaufsoffenen Sonntage fallen zumeist auf die Wochenenden, an denen eine größere Veranstaltung in der Altstadt ist, was aber nicht immer sein muss, denn auch in der Vergangenheit gab es so einige Abweichungen, sodass man nicht darauf spekulieren sondern die veröffentlichten Termine beachten sollte. Aufgrund der recht hohen Anzahl an Terminen sind diese breit über die Saison gestreut, einzig das Eröffnungswochenende des Stralsunder Weihnachtsmarktes stellte bisher eine feste Konstante bei der Planung der Termine dar. Ob man an bei einem Besuch der Wallensteintage oder des Hafenfestes einen Schaufensterbummel unternehmen kann, liegt unter anderem an der Stadtverwaltung, welche die zuvor beantragten Termine genehmigen muss.

verkaufsoffene Sonntage
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