Russische Kulturtage 2015

Russische Kulturtage
Russische Kulturtage

Russland ist groß, und der Zar ist weit lautet ein altes russisches Sprichwort. Der Zar ist zwar Geschichte, Russland aber immer noch groß und kann dementsprechend viele Facetten aufweisen, die man noch entdecken kann. Um diese Suche zu erleichtern, organisiert das Koeppenhaus zusammen mit dem Institut für Slawistik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität seit einigen Jahren die Russischen Kulturtage, die auch in diesem Jahr ein breitgefächertes Angebot zu bieten haben, die von Lesungen und Konzerten über Theater und Filmen bis hin zu einer Ausstellung und mehreren Vorträgen reichen. Den Anfang macht am 14. Januar die Autorin Steffi Memmert-Lunau, die zusammen mit der Fotografin Angelika Fischer in Sankt Petersburg auf eine Spurensuche gegangen ist und gemeinsam die Orte des literarischen Schaffens der Stadt in Wort und Bild porträtierten. Ob Fjodor Dostojewski, der übrigens Sankt Petersburg als eine Art Sammelbecken von Halbirren betrachtet haben soll, die im Exil berühmt gewordenen Schriftsteller Joseph Brodsky und Wladimir Nabokov, die politisch verfolgte Lyrikerin Anna Achmatowa oder der Dichter Alexander Blok, sie alle lebten in der Stadt an der Newa, einer Stadt in der man ihre Spuren noch immer finden kann.

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Berlin war das Ziel der beiden russischen Auswanderer Artur Gorlatschov und Valentin Butt, die in ihrer neuen Heimat die Musik ihrer Alten mitnahmen. Das Resultat ist das SkaZka Orchestra mit dem sie nun im Rahmen der Russischen Kulturtage in Greifswald gastieren und im IKuWo ihre Musik präsentieren, die eine Fusion aus Klezmer und Ska, russischem Folk und Jazz sowie Klängen aus Südamerika und dem Balkan darstellt. Mit Farada und Kalamburage hat die Berliner Band zwei Alben veröffentlicht, die musikalisch den Stil des kulturellen Schmelztiegels Deutschlands bestens repräsentieren. Auch die Greifswalder Möwen sind in diesem Jahr mit einer Aufführung vertreten. Neujahrsgeschenke nennen sie ihr dreiaktiges Theaterstück, welches nach Erzählungen von Anton Tschechow entstanden ist und das Thema Geschenke zum Thema hat. Den Abend beendet ein Auftritt des Greifswalder Chores Choryllisch mit einer Auswahl an russischen Liedern. Als eine Art interdisziplinäre fotografische Annäherung wird das Konzept beschrieben, welches der Ausstellung Wild, bedrohlich und fremd? zugrunde liegt. Deutsche, russische und ukrainische Künstler und Fotografen haben sich mit Identitätskonstruktionen beschäftigt und mit verschiedenen Darstellungsformen künstlerisch verarbeitet.

Termin
14. bis 26. Januar 2015

Programm

Mittwoch 14. Januar 2015
Steffi Memmert-Lunau – Petersburg – Eine literarische Zeitreise
20:00 Uhr Koeppenhaus
Eintritt 5.00 Euro / 3.00 Euro ermäßigt

Samstag 17. Januar 2015
Konzert mit SkaZka Orchestra
21:00 Uhr IKuWo
Eintritt 7.00 Euro

Sonntag 18. Januar 2015
Greifswalder Möwen – Neujahrsgeschenke
Konzert mit Choryllisch
18:00 Uhr Koeppenhaus
Eintritt 3.00 Euro

Montag, 19. Januar 2015
Die Sprache hat mich aufrecht gehalten – Workshop
16:15 Uhr Institut für Slawistik

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Montag 19. Januar 2015
Filmclub Casablanca – How I ended this Summer (OmU)
20:30 Uhr Theater Vorpommern
Eintritt 4.00 Euro / 3.50 Euro ermäßigt

Dienstag 20. Januar 2015,
Juri Elperin – Der Übersetzer
19:30 Uhr Koeppenhaus
Eintritt 5.00 Euro / 3.00 Euro ermäßigt

Mittwoch 21. Januar 2015
Nellja Veremej – Berlin liegt im Osten
20:00 Uhr Koeppenhaus
Eintritt 5.00 Euro / 3.00 Euro ermäßigt

Donnerstag 22. Januar 2015,
Wild, bedrohlich und fremd? – Ausstellungseröffnung
19:00 Uhr Koeppenhaus,
kostenloser Eintritt

Freitag 23. Januar 2015,
Katja Petrowskaja – Vielleicht Esther
20:00 Uhr Koeppenhaus
Eintritt 5.00 Euro / 3.00 Euro ermäßigt

Montag 26. Januar 2014
Dr. Bernhard Brehmer – Reden mit Russen!
14:15 Uhr Institut für Slawistik

Montag 26. Januar 2014
Harry Walter – Russisch und Deutsch. Tiefkühlschränke sprachlicher Formen
16:15 Uhr Institut für Slawistik