Turne bis zur Urne – Oma Frieda – Kabarett mit Jutta Lindner

Eigentlich kennt man das nur von Fernsehserien oder Filmen, dass um eine der beliebtesten Figuren ein neues Projekt gestaltet wird. In diesem Fall trifft es aber auch auf das Kabarett zu, denn die Oma Frieda, welche die Hauptfigur des Kabaretts Turne bis zur Urne ist, war einst eine Nebenfigur des vorherigen Programms der im Saarland beheimateten Kabarettistin Jutta Lindner. Im Programm Nachtschwester Lackmeier trat mit der neunundachtzigjährigen Oma Frieda eine Figur auf die Bühne, welche mit ihren Anekdoten die Leute zum Lachen brachten. Die Beliebtheit der rüstigen Rentnerin beim Publikum war schließlich ausschlaggebend für Jutta Lindner, welcher ihrer Oma Frieda ein eigenes Programm widmete. Nach eigenen Aussagen testete sie das Programm über längere Zeit stückchenweise am eigenen Publikum, um so herauszufinden, welche der potentiellen Gags beim Publikum überhaupt ankommen würden. Wer also in den Jahren zuvor das Programm Nachtschwester Lackmeier sah, hatte rein theoretisch einen gewissen Einfluss auf die Gestaltung dieses Kabarettprogramms.

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Eigentlich muss man Seniorenkabarett dazu sagen, denn dieses Kabarett richtet sich aufgrund der im Programm behandelten Thematiken am ehesten an Senioren. In Turne bis zur Urne lässt Jutta Lindner ihre Oma Frieda mit ihren Lebensweisheiten und Anekdoten auf das Publikum los. Einst verdiente sie als Schraubenverkäuferin ihren Lebensunterhalt, heutzutage leitet sie einen Seniorenclub und mit am bezeichnenden Namen des von ihr veranstalteten Festivals Rock am Stock lässt es sich unschwer erahnen, dass sie sich ungern auf ihr Altenteil schicken lässt. Bevor das geschieht zieht sie mit ihrer geballten Ladung an Lebenserfahrung eher über ihre Verwandtschaft her und plaudert aus ihrem Leben. Neunundachtzig Jahre sind eine lange Zeit, da hat man den Leuten viel zu erzählen…

Jutta Lindner ist in ihrer saarländischen Heimat keine Unbekannte. Inzwischen spielt sie schon seit fünfundzwanzig Jahren Theater. Dieses tat sie anfangs aber noch nicht professionell, sondern als Mitglied in einigen Amateurgruppen. Nach eigenen Angaben befanden sich Gruppen wie Die Maske, die Schaubühne in Neunkirchen-Furpach und die Bunte Bühne Martinshöhe darunter. Später spielte sie auch am Resonanz-Theater in Saarbrücken. Mit Die Orwesse und Laufmasche war sie auch bei der Gründung von zwei Kabarettgruppen mit involviert, wobei sie für das Frauenkabarett Laufmasche bisher alle gespielten Programme verfasste. Nachdem sie schon seit 2007 mit ihrem Programm Nachtschwester Lackmeier mehrere Jahre durch Deutschland tourte, ist Turne bis zur Urne nun an der Reihe. Mit ihrem am 29. Juni 2010 in Saarbrücken uraufgeführten Programm ist sie in der Zeit von Ende Juli bis Anfang August auch auf einigen Bühnen in Mecklenburg-Vorpommern zu sehen.

In der Hansestadt Greifswald wird sie bei ihrer Tournee gleich zwei Auftritte an einem Tag absolvieren. Am Mittwoch den 1. August 2012 kann man sie zuerst im sozio-kulturellen Zentrum St. Spiritus sehen, wo ihr Auftritt um 16:00 Uhr beginnen wird. Zwei Stunden später kann man dann die redselige Oma Frieda laut den Angaben auf ihrer Website (www.oma-frieda.com) übrigens auch noch im Begegnungszentrum Schwalbe (Maxim-Gorki-Straße 1) in Schönwalde II über Gott und die Welt reden sehen. Zwei weitere Auftritte im Landkreis Vorpommern-Greifswald sind am Anfang der Woche angesetzt. Der Erste am 30. Juli um 15.00h im Mehrgenerationenhaus des Institut Lernen u. Leben e.V. in Anklam, der Zweite am 31. Juli 15.00h im Kiek in im Ostseebad Karlshagen.

Termine
1. August 2012
16:00 Uhr – St. Spiritus
18:00 Uhr – Begegnungszentrum Schwalbe



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