750-Jahr-Feier Anklam

Anklam
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Noch heutzutage zeugen die Wikingergräber bei Menzlin von einer einstigen Siedlung am anderen Ufer der Peene. Von hier aus kann man die Türme der beiden großen Pfarrkirchen der Stadt Anklam sehen, welche Herzog Barnim I. von Pommern vor siebenhundertfünfzig Jahren das Stadtrecht verlieh. Siebenhundertfünfzig Jahre die man nun im Rahmen eines Festumzuges im Zeitraffer miterleben kann. Zahlreiche Vereine und Organisationen der Stadt werden sich am Sonntagnachmittag in historische Kostüme hüllen und mit etwa dreißig Festwagen jeweils eine Episode aus der Stadtgeschichte bildlich darstellen. Den Anfang machen dabei die Germanen, denen Slawen und Wikinger folgen, bis die durch Barnim I. geförderte deutsche Ostsiedlung am Ufer der Peene die zukünftige Stadt entstehen ließ. Gute wie schlechte Zeiten sollten die Anklamer in den nächsten siebenhundertfünfzig Jahren durchleben. Von der wohlhabenden Zeit der Hanse zeugen heute noch die Marienkirche, die Nikolaikirche, das Steintor und das gotische Giebelhaus, von der Zeit der Teilung die sanierte Schwedenmühle und vom Elend des Zweiten Weltkrieges die stark zerstörte Altstadt, deren wunden man noch heute im Stadtbild sehen kann.

Ein Blick in die Geschichte lässt auch die Anklamer Kaufmannshochzeit zu, bei der sich die beiden in Anklam lebenden Anika Thesenvitz und Martin Kräger ganz stilecht in historischen Kostümen am Samstagnachmittag in der Marienkirche das Ja-Wort geben werden, bevor am Abend zuvor der Polterabend gefeiert wurde. Mittelalterlich feiern können auch die Besucher des Volksfestes, denn auf dem ehemaligen Pferdemarkt wird am Festwochenende ein Mittelaltermarkt zu finden sein, bei dem auch die passende Musik zu vernehmen ist, für welche die Formationen Hummlerus und Querkuss sorgen werden. Aber auch auf zeitgenössische Klänge muss man nicht verzichten, als Musiker sind für die Jubiläumsfeierlichkeiten unter anderem Tonbandgerät, Right Said Fred, Atomic Playboys, Dirk Michaelis und Ute Freudenberg engagiert worden. Aber auch Band und Künstler aus Anklam und der Region sollen an den drei Tagen für Unterhaltung sorgen. So stellt beispielsweise die Vorpommersche Bühne Anklam die Stadtgründung nach während das Fritz-Reuter-Ensemble Anklam traditionelle Unterhaltung präsentieren wird.

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Bis am Sonntagabend gegen 22:50 Uhr ein großes Höhenfeuerwerk den nächtlichen Himmel über der Stadt erhellt, bietet die 750-Jahrfeier ihren Gästen auch andere Unterhaltung. Neben der Nikolaikirche wird ein Rummel mit zahlreichen Fahrgeschäften zu finden sein, bei dem auch ein Riesenrad nicht fehlen darf. An der Peenebühne erwartet die Besucher ein Strand mit Liegestühlen, während die Alte Post ihre Türen öffnet und sich als zukünftiges Hotel präsentiert. Am Samstagabend steht ein Weltrekordversuch an, bei dem siebenhundertfünfzig Funkenmariechen zusammen tanzen sollen. Am 17. August erwarten zudem die Anklamer Einzelhändler kauffreudige Kundschaft, denn in der Zeit von 13:00 bis 18:00 Uhr gibt es einen verkaufsoffenen Sonntag in Anklam. Bei der mühe die sich die Anklamer für ihr Jubiläum gemacht haben, bleibt es nur zu hoffen, dass auch das Wetter mitspielt und an allen drei Tagen die Sonne über Anklam strahlt.

Termin
15. bis 17. August 2014