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Am 8. Februar beginnen die Umgestaltungsarbeiten am Karl-Marx-Platz

Karl-Marx-Platz
Karl-Marx-Platz

Fehlende Wegeränder, lückenhafte Rasenflächen, veraltete Parkbänke und Mülleimer, sowie ein schlechter Zustand des vorhandenen Pflanzenbestandes: Der Karl-Marx-Platz macht heutzutage nicht den allerbesten Eindruck auf die Besucher der Stadt, geschweige denn auf die Anwohner, welche zwar viel Grün vor ihrer Haustür haben, es aufgrund des mangelhaften Zustandes aber nicht wirklich zu ihrer Erholung nutzen können. Dieses wird sich in näherer Zukunft aber ändern, denn am 8. Februar beginnen die ersten Arbeiten für die Umgestaltung des gut dreitausend Quadratmeter großen Karl-Marx-Platzes zu einer attraktiven Parkanlage am Rande der Greifswalder Altstadt. Hierzu wird es in ersten Bauphase nötig sein, insgesamt sechzehn der vorhandenen Bäume zu fällen, sowie zahlreiche Sträucher und Hecken zu entfernen. Diese befinden sich laut dem notwendigerweise durchgeführten Baumgutachten hauptsächlich im südlichen und östlichen Teil des Platzes und werden in diesem als schwergeschädigt beziehungsweise absterbend beurteilt. Hierbei handelt es sich zumeist um Bäume die in den 30ér Jahren des 20. Jahrhunderts gepflanzt worden waren.

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Außer der markanten Solitäreiche im Südosten des Platzes werden die als mangelhaft eingestuften Bäume gefällt, um im Herbst durch die Pflanzung von fünfzehn Bäumen ersetzt zu werden. Auf der südöstlichen Seite des Parks werden es sieben Exemplare des Feldahorns Queen Elizabeth sein, die hier eine Baumreihe entlang der Straße bilden sollen. Auf der nordwestlichen Seite des Karl-Marx-Platzes soll die aus Kopfeichen bestehende Baumreihe erhalten bleiben, beziehungsweise mit Ergänzungspflanzungen vervollständigt werden. Erhalten bleiben zudem die auf dem Platz befindlichen Hainbuchen, die ihren Platz dort in den 1960ér Jahren gefunden haben, sowie die Blutbuche und die Solitärlinde die in der Mitte des 19. Jahrhunderts gepflanzt worden sind. Hinzu kommen gut fünfzig Meter Hecken, welche die nach Süden ausgerichteten Sitznischen umfassen, beziehungsweise den zur Innenstadt gerichteten Platz von der übrigen Parkanlage optisch trennen sollen. Während die von der Sanierung betroffenen Gehwege mit Betonsteinplatten ausgeführt werden sollen, wie sie schon im Bereich des Kreisverkehrs Verwendung fanden, werden sich die Stellplätze mit grauem Granitgroßsteinpflaster und die Straße mit buntem Granitgroßsteinpflaster optisch unterscheiden.

Im neugestalteten Park werden Stahlbänder als Randeinfassung für die Wege dienen, die laut Planungen über eine wassergebundene Wegedecke verfügen sollen. Die Stahlbänder kommen auch bei der Gestaltung der Platzflächen in Anwendung, welche sich mit ihrer Granitkleinsteinpflasterung von den Wegeflächen unterscheiden. Für die weitere Gestaltung des Platzes griff man auf an anderen Standorten der Stadt bewährte Gestaltungselemente zurück. Die recht schlichten Fahrradanlehnbügel FERRO PUR der Firma Beck GmbH & Co. KG aus Winnenden kamen schon bei der Gestaltung des Rubenowplatz zum Einsatz, während man den Abfallbehälter Punto 500 der Firma Hess GmbH Licht + Form aus Villingen-Schwenningen an vielen Standorten in der Altstadt finden kann. Dank sogenannten Krähenschutz und einem integriertem Ascher, soll dieses Modell für mehr Sauberkaut sorgen. Für die Sitzgelegenheiten wurde man im Angebot der ebenfalls in Winnenden beheimateten Nusser Stadtmöbel GmbH & Co. KG fündig und wählte hierbei das Modell Citta aus. Dieses verfügt über Bankauflagen aus witterungsbeständigem Pagholz sowie über eine hohe Rückenlehne, welche den Komfort für die auf ihr sitzenden Parkbesucher erhöhen soll.

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Bis diese aber auf ihrem neuen Standort zu finden sind, kann es noch mehrere Monate dauern, denn nachdem die Baumfällarbeiten beendet sein werden, hierbei geht man von Ende Februar aus, beginnen Anfang März die Pflasterarbeiten im nördlichen und östlichen Teil des Platzes. Dementsprechend wird es während der nächsten Monate zu Einschränkungen des Verkehrs beziehungsweise bei der Nutzung der Parkplätze kommen. Nach Aussagen der Stadtverwaltung können auch die auf den Hinterhöfen befindlichen Bewohnerparkplätze zeitweise nicht benutzt werden, während die um den Karl-Marx-Platz befindlichen Hauseingänge jederzeit zugänglich sein sollen. Über die durch die Bauarbeiten verursachten Einschränkungen werden die Anwohner durch den Bauträger zeitnah informiert. Dank der kräftig fließenden Städtebaufördermittel in Höhe von 539000 Euro belasten die Umgestaltungsarbeiten des Karl-Marx-Platzes, deren Gesamtkosten mit 681000 Euro veranschlagt wurden, den Haushalt der Stadt nicht allzu sehr.