Polizeimeldungen 07/2020

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Polizei vollstreckt Haftbefehl gegen Einmietbetrüger

06. Juli 2020 Seit dem 14. Februar 2020 kam es im Landkreis Vorpommern-Greifswald immer wieder zu Fällen des Einmietbetruges. Hierbei waren vor allem Unterkünfte wie Hotels und Ferienwohnungen in Orten in und um Greifswald sowie in Lubmin, Jarmen, Wolgast und Trassenheide betroffen. Die Vorgehensweise des Täters war dabei nahezu gleich: er mietete sich für einige Tage in der Unterkunft ein und verließ diese entweder unerwartet oder gab vor, nur schnell Bargeld holen zu wollen, wobei er nicht wieder zurückkehrte. In allen Fällen kam es jedoch nie zu einer Zahlung der offenen Rechnungen. In diesem Zusammenhang wurden bei der Polizei bisher zwölf Taten angezeigt. Durch die Kriminalpolizei konnte ein einundfünfzigjähriger Deutscher aus der Region ermittelt werden, der für diese Taten infrage kommt und bereits durch die Staatsanwaltschaft Stralsund zur Festnahme wegen Urkundenfälschung ausgeschrieben wurde.

Gestern Nachmittag kam es dann zu einer weiteren versuchten Tat in Greifswald. Der Inhaber eines Hotels in der Dorfstraße im Ortsteil Wieck meldete, dass sich ein vermutlicher Betrüger in seinem Haus aufhalten soll. Beamte des Polizeihauptreviers Greifswald nahmen daraufhin persönlich Kontakt zum Inhaber auf und trafen auf den einundfünfzigjährigen polizeibekannten Tatverdächtigen. Dieser war geständig und räumte auch die bisherigen Taten ein. Den offenen Geldbetrag des Haftbefehls in Höhe von 2250 Euro konnte er allerdings nicht bezahlen, weshalb er durch die Beamten zur Verbüßung der fünfundsiebzig Tage Ersatzfreiheitsstrafe in die Justizvollzugsanstalt Stralsund verbracht wurde.

Sprengung eines Zigarettenautomaten

04. Juli 2020 Am Samstag gegen 03:40 Uhr, wurde durch einen Zeugen der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg mitgeteilt, dass ein Zigarettenautomat im Bereich Kapaunenstraße/ Ecke Lange Straße gesprengt wurde. Im Rahmen sofortiger polizeilicher Fahndungsmaßnahmen konnten die Täter nicht mehr festgestellt werden. Die Wucht der Explosion zerstörte den Automaten vollständig, so dass diverse Zigarettenschachteln im Umkreis von zwei Metern lagen. Die Täter gelangten nicht an die Geldkassette. Der angeforderte und zur Spurensicherung eingesetzte Kriminaldauerdienst Anklam nahm die Ermittlungen am Tatort auf. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca.5.000 Euro. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Greifswald unter Telefon 03834540-240, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter
www.polizei.mvnet.de entgegen.

Enkeltrick in letzter Sekunde verhindert – Trickbetrüger mit neuer Masche am Werk

03. Juli 2020 Heute Mittag haben Ermittler der Kripo Anklam in letzter Sekunde eine 78-Jährige davor bewahrt, einem Enkeltrick zum Opfer zu fallen und über 25.000 Euro zu verlieren. Durch Ermittlungsarbeit waren die Beamten auf die Frau aufmerksam geworden. Sie hatte zuvor Anrufe von falschen Polizisten bekommen, die ihr „rieten“, ihr Geld abzuheben und es zur Sicherheit den vermeintlichen Polizisten zu übergeben. Derzeit gibt es im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg (Landkreise VG, VR und MSE) etliche Trickbetrugversuche per Telefon, die Hinweisgeber der Polizei melden. Vor allem Bürger im Bereich des Landkreises Vorpommern-Greifswald sind aktuell betroffen.

Darunter sind falsche Gewinnspielversprechen bei denen vorab Geld überwiesen werden soll oder aber Codes von Gutscheinkarten durchgegeben werden sollen. Besonders „beliebt“ war bei den Betrügern in diesen Tagen aber die oben bereits erwähnte Masche mit den falschen Polizisten. „Es hat einen Überfall in Ihrer Nähe gegeben und Ihr Name steht auf der Liste der Bande. Wir fragen nun ab, ob Sie Wertgegenstände zu Hause haben.“ So oder ähnlich gehen die Betrüger vor. Eine neue noch ausgefeiltere Methode erlebte dabei eine 68-Jährige aus Anklam. Sie wurde von einem vermeintlichen Ermittler der Anklamer Polizei kontaktiert und sollte weitergeleitet werden an die Einsatzleitstelle der Polizei. Während der Verbindungsmelodie sollte sie selbst die 110 eintippen. Es ging wieder jemand ans Telefon und bestätigte die „Echtheit“ der Ermittler, die zuvor angerufen haben. Das Gespräch brach ab, die Frau hat es richtigerweise bei der echten Polizei angezeigt.

Verkehrsunfall mit einer verletzten Person am Ortseingang Diedrichshagen

01. Juli 2020 Am Montag um 02:19 Uhr ereignete sich auf der B109 Ortseingang Diedrichshagen aus Richtung Greifswald kommend ein Verkehrsunfall. Der Unfallverursacher, hier ein 61-jähriger Deutscher aus Wolgast, kam auf nasser Fahrbahn nach links von dieser ab und kollidierte in weiterer Folge mit einem Bauzaun sowie einem Straßenbaum. Es entstand ein Gesamtschaden von ca. 25.000,-EUR. Der Unfallverursacher wurde verletzt (keine lebensbedrohlichen Verletzungen) und durch Rettungskräfte zur weiteren Behandlung ins Universitätsklinikum Greifswald verbracht. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit und musste durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden.