Die Greif ist wieder im Heimathafen

Crew der Greif im Hafen
Crew der Greif im Hafen
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Es herrscht ein ungemütliches Wetter, als am Horizont des Greifswalder Boddens ein Segelschiff auftaucht. Ein ungewöhnlicher Anblick für Anfang März, aber es ist ein Schiff, das sehnsüchtig in ihrem Heimathafen erwartet wird. Bei diesem Schiff handelte es sich um die SSS Greif, welche von ihrem Werftaufenthalt in Wolgast zurückkehrte. Dieser war leider nicht so erfreulich, waren es doch die hier festgestellten Schäden, welche die notwendigen Reparaturkosten deutlich erhöhen sollten. So wurden bekanntlich nur die als grundsätzlich notwendig erachteten Reparaturen durchgeführt und die Segelsaison abgeblasen. Bis die Greifswalder Bürgerschaft eine Entscheidung über die Zukunft des städtischen Flaggschiffs gefällt hat, wird die im Jahre 1951 gebaute Schonerbrigg im Hafen von Greifswald-Wieck liegen müssen.

Die Crew um Betriebsleiter Friedrich Fichte hat sich daher einige Gedanken gemacht, wie sie die Greif trotz des dauerhaften Hafenaufenthaltes zu einem Besuchermagneten machen können. Schon allein der Liegeplatz vor dem Hafenamt dürfte für einiges mehr an potentieller Laufkundschaft sorgen, als bei dem durch das Sperrwerk verursachten Liegeplatz an der Südmole möglich wäre. So wie die Gorch Fock in Stralsund, soll die vertäute Greif als maritimes Denkmal für Besucher erlebbar sein. Dabei soll sie wie auch schon in den Jahren zuvor bei vielen Veranstaltungen im Mittelpunkt stehen. Dazu zählen der maritime Saisonauftakt, bei dem die Greif traditionell aufgetakelt wird, das Fischerfest Gaffelrigg und das Adventssingen, welches zu den Höhepunkten des Wiecker Adventsmarktes gehört.

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Neu im Veranstaltungskalender der Greif sind die Kinderwoche und der Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr übrigens unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ steht. Auch wer in den Hafen der Ehe segeln möchte, kann dieses in diesem Jahr auf der Greif bewerkstelligen, wobei man das Segeln verzichten muss und daher nur die maritime Atmosphäre des Hafens genießen kann. Für diesen Anlass und andere Veranstaltungen bietet die Crew die Möglichkeit eines Sektempfangs an. Ab Ostern soll zudem an jedem Wochenende soll die Greif zu einem Café beziehungsweise zu einer Bar werden, wo die Gäste in der Offiziersmesse und auf dem Achterdeck verköstigt werden. So wird den Gästen die Gelegenheit geboten, in lockerer Atmosphäre mit der Crew ins Gespräch kommen zu können.

Man muss aber nicht unbedingt etwas konsumieren, um auf das Schiff zu kommen, denn bei regelmäßig durchgeführten Open-Ship-Führungen kann man die Greif besichtigen. Die Besichtigungen sollen aber auch per Anfrage zu anderen Terminen möglich sein. Mit diesen Führungen möchte man vor allem hiesige Schulen und Kindergärten, sowie maritim interessierte Reisegruppen erreichen. Wer nicht nur das Deck, die Brücke, die Offiziersmesse und die Kapitänskammer des Schiffes besichtigen möchte, kann auch die geplanten Zusatzangebote für Gruppen dazubuchen, zu denen maritime Aktivitäten wie Knotenkunde, Salingklettern oder Ankerhieven gehören sollen. Wem das immer nicht genug sein sollte, kann auch auf der Greif übernachten.

Dafür sollen das Zwischendeck und die Kammern genutzt werden, so dass den interessieren Besuchergruppen eine Bettenkapazität von insgesamt fünfundzwanzig Plätzen zur Verfügung steht. Mit einer kleinen maritimen Konzertreihe und Shantyworkshops mit Bootsmann Bob soll sich die Greif in ihrer Zwangspause auch als maritimer Veranstaltungsort etablieren. Da die bisherige Crew der Greif erhalten bleiben soll, werden sich nach Aussagen von Betriebsleiter Friedrich Fichte zwei Mitglieder um die Organisation der angekündigten Veranstaltungen kümmern.



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