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Erntedankmarkt

Greifswalder Erntedankmarkt

Greifswalder Erntedankmarkt


Spätestens dann, wenn sich die Sonnenstunden rar machen und die ersten buntgefärbten Blätter von den Bäumen fallen, lässt sich die Tatsache nicht mehr verleugnen, dass der Sommer vorbei ist und der Herbst begonnen hat. Die Tage werden merklich kürzer und Regen dominiert den Wetterbericht. Einzig die zahlreich im Land veranstalteten Erntemärkte bieten auf ihre Art und Weise einen positiven Rückblick auf den vergangenen Sommer, in dem nicht nur die Menschen, sondern auch die Pflanzen reichlich Sonne getankt haben. Das Ergebnis findet sich in den Auslagen der Marktstände wieder, die für gewöhnlich von saisonalem Obst und Gemüse dominiert werden. Manchmal mehr, der beliebte Appelmarkt auf der Burg Klempenow trägt seinen bezeichnenden Namen nicht zu unrecht, manchmal weniger, nämlich dann, wenn das Markttreiben mehr wie ein herbstlicher Kunsthandwerkermarkt wirkt.

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Der traditionell auf dem Greifswalder Marktplatz abgehaltene Erntedankmarkt dürfte zwischen diesen beiden Extremen zu finden sein, denn unter den etwa siebzig Marktständen, welche den Platz an diesem Tag bevölkern, befinden sich auch natürlich auch ein paar Stände einheimischer Kunsthandwerker, welche mit ihren Produkten das Angebot bereichern und nicht etwa dominieren. Dabei passt sich deren Produktpalette meist dem herbstlichen Motto des Marktes an, sie bildet in diesem Fall eine Art künstlerischen Ausdruck des Herbstes, seien es Dinge wie beispielsweise herbstliche Dekoartikel oder kreativ gestaltete Keramikschalen, in denen man das frische Obst der Saison optisch ansprechend anrichten kann. Optisch ansprechend sind auch die auf dem Markt angebotenen herbstlichen Blumengestecke, mit welchen einheimischen Gärtnereien und Baumschulen Kundschaft an ihre Stände locken, an denen zumeist dann auch frische Kräuter und Pflanzen für den eigenen Garten verkauft werden.

Den Schwerpunkt des Greifswalder Erntedankmarktes bilden aber die zahlreichen Marktstände, deren Auslagen kulinarische Freuden bereiten. Sei es als frische Zutaten für die eigene Küche oder Spezialitäten einheimischer Produzenten. Bei Letzteren handelt es sich zumeist um Produkte wie Wild, Wurst, Käse und Honig, die zudem ökologisch hergestellt wurden oder, zumindest was das Wild betrifft, vor kurzem noch durch die vorpommerschen Wälder streifte. Der Blickfang des Marktes sind dann doch eher diejenigen Stände, an denen das erst vor kurzem geerntete Obst und Gemüse der potentiellen Käuferschaft präsentiert wird. Hier türmen sich die farbenfrohen Kürbisse neben die verschiedensten Apfelsorten. Einhundert Sorten, wie sie der Appelmarkt auf der Burg Klempenow Jahr für Jahr zu bieten hat, sind es wohl nicht, die Auswahl auf dem Greifswalder Erntedankmarkt dürfte aber trotzdem groß genug sein, um vielleicht ein Entscheidungsproblem zu bekommen. Wer den Fehler gemacht haben sollte, hungrig auf den Markt zu gehen, kann das Hungergefühl vor Ort toppen.

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Passend zum Thema des Marktes sind es beispielsweise Gerichte wie Kürbissuppe, rustikale Erbsensuppe mit Speck, Soljanka, Kesselgulasch oder Flammkuchen, welche den herbstlichen Charakter des Marktes kulinarisch unterstützen. Auch an die kleinen Besucher des Marktes wird gedacht, denn diese können sich gleich an mehreren Ständen kreativ betätigen und die verschiedensten Dinge basteln, während ihre Altvorderen an den Ständen bummeln. Der Greifswalder Erntedankmarkt öffnet seine Pforten für gewöhnlich in der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr. Je nachdem, an welchem Tag der Erntedankmarkt stattfindet, im Gegensatz zu anderen Herbstmärkten gibt es keinen festen Termin, kann man anlässlich eines Besuches in den Läden und Geschäften der Greifswalder Altstadt bummeln. Sollte es sich um einen Sonntag handeln, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass es sich dann um einen der wenigen verkaufsoffenen Sonntage handelt, mit denen die Hansestadt Greifswald nur noch aufwarten kann.

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Termin

07. Oktober 2018
10:00 – 17:00 Uhr
Marktplatz