Greifswald innovativ wirbt für Greifswald

Greifswald innovativ
Greifswald innovativ

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Dass Corona nicht unbedingt schädlich für Geschäfte sein muss, beweist eindrucksvoll das seit einigen Jahren in Greifswald beheimatete Unternehmen Cheplapharm, in dessen Räumlichkeiten die dritte Ausgabe der Wirtschaftsbroschüre der Universitäts- und Hansestadt Greifswald vorgestellt wurde. Dass der sieben Millionen Euro teure Erweiterungsbau erst vor wenigen Monaten bezogen wurde, kann man noch deutlich wahrnehmen, so neu riecht der fünftausenddreihundert Quadratmeter große Bürobau noch, um dessen Auslastung sich die Firma keine Sorgen machen muss, schließlich besetzte sie selbst in Coronazeiten fünfzig neue Stellen. Das dies möglich wurde liegt nicht nur am wirtschaftlichen Erfolg der mittelständischen Firma, welche in wenigen Jahren zum Marktführer für Psychopharmaka aufgestiegen ist, sondern auch an der guten Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Land, welche Sebastian Braun, seines Zeichens CEO von Cheplapharm, in diesem Zusammenhang positiv erwähnte.

Als die Firma vor einigen Jahren vor der Frage stand, ihren Firmensitz von Mesekenhagen nach Berlin oder Greifswald zu verlegen, machte schließlich Greifswald das Rennen. Während Mecklenburg-Vorpommern seit Bestehen des Unternehmens von diesem als ein Land der kurzen Wege wahrgenommen wurde, wäre Cheplapharm in Berlin nur ein Unternehmen unter vielen gewesen. Auch die gute Zusammenarbeit mit den Universitäten Greifswald und Rostock für die Rekrutierung des benötigten Personals war eines der Argumente, welches eindeutig für den Standort am Greifswalder Bodden sprach. Ein pragmatisches Handeln der Stadt beim Verkauf des notwendigen Grundstückes im Gewerbegebiet und einer schnell erteilten Baugenehmigung machten den raschen Umzug in die modernen und nachhaltig geplanten Räumlichkeiten möglich, die unter anderem über Ladestationen für E-Cars und E-Bikes verfügen.

Cheplapharm ist aber nur eines der Unternehmen und Institutionen, die in der Broschüre zu Wort kommen und mit eigenen Worten beschreiben, was sie am Standort Greifswald schätzen. Neben großen Firmen und Institutionen wie beispielsweise das auf der Insel Riems beheimatete Friedrich-Löffler-Institut oder die börsennotierte Hanseyachts AG, werfen gleich mehrere erfolgreiche Neugründungen ihren Hut für Greifswald in den Ring. zu diesen gehört das Magazin Katapult, welche mit ihren Infografiken eine Marktlücke gefunden und für sich erobert hat, oder das Rechtsberatungs-Startup Advocado, welches nach eigenen Aussagen schon über hundertzehntausend zufriedene Mandanten verfügt. Greifswald innovativ lautet der Titel der Wirtschaftsbroschüre, welche in deutscher und englischer Sprache erschienen ist, und aufzeigt, dass auch in der Provinz viele Innovationen möglich sind.

Beispiele dafür sind Vilua Healthcare, welche derzeitig am Museumshafen ein Gesundheitszentrum errichtet, oder Coldplasmatech, welche mit ihren in diesem Jahr zugelassenen PlasmaCube die Wundheilung revolutionieren will. Dass sich auch alte Branchen, zu denen zweifelsfrei Druckereien gehören, wandeln müssen, zeigte Peggy Kloth, deren Firma kiebu-Druck den Gestaltungs- und Druckauftrag für die Broschüre erhielt, im Rahmen der Präsentation auf. 18000 Euro ließ sich die Universitäts- und Hansestadt Greifswald ihre neue Wirtschaftsbroschüre kosten, Geld das gut angelegt sein dürfte, strahlt die Art und Weise der Gestaltung eine Glaubwürdigkeit aus, welche von sich aus für den Standort Greifswald spricht. Die Broschüre findet man online hier.