Der Hansering wird wie geplant umgestaltet

Hansering Greifswald
Hansering Greifswald


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12637504,11 Euro würde es die Universitäts- und Hansestadt Greifswald kosten, wenn es zu einem Verstoß gegen die Vergaberichtlinien käme, indem die Sanierung des Hanserings nicht innerhalb der gesetzten Frist abgeschlossen werden würde. Und so wurde die Forderung der SPD-Fraktion die Ausschreibung der Straßenbaumaßnahmen mit sofortiger Wirkung aufzuheben und Verhandlungen über ein Ersatzobjekt aufzunehmen mit den Stimmen aller anderen Fraktionen abgelehnt, nachdem sich die Stadtverwaltung mit einer Stellungnahme gegenüber der Bürgerschaft äußerte. Eine weitere Verzögerung der Baumaßnahme würde die fristgemäße Fertigstellung des Hanserings nicht nur behindern, sondern im ungünstigsten Fall auch eine Rückzahlung der Fördermittel für den Neubau der Erwin-Fischer-Schule zur Folge haben.

Da bei dem Fördermittelantrag zwei Bauprojekte miteinander verbunden wurden, die ansonsten nichts miteinander zu tun haben, ist auf eine Entscheidung der vorherigen Bürgerschaft zurückzuführen, welche dieses Vorgehen einst genehmigt hatte. Da ein großer Teil der Mitglieder der heutigen Bürgerschaft, übrigens auch der Mitglieder der den Antrag stellenden Fraktion, an dieser Entscheidung mitwirkten, kann man die Schuld nicht einfach auf andere abschieben. Dass sich der Hansering zum BER von Greifswald entwickeln würde, war seinerzeit zwar nicht abzusehen, bei den ersten Schwierigkeiten aber nicht das Bemühen verstärkt die Probleme zu lösen, sondern nach Auswege gesucht, die laut Förderrichtlinien aber so nicht möglich waren.

So ist in den Jahren viel Wasser den Ryck entlang geflossen, Zeit in der zwar der Ersatz der Baumaßnahme mit dem zuständigen Ministerium erörtert wurde, welches aber bislang keine Zustimmung für dieses Vorgehen gab. Daher sieht Universitäts- und Hansestadt Greifswald die Notwendigkeit, mit den Baumaßnahmen am Hansering umgehend zu beginnen und die erforderlichen Aufträge zu erteilen. Die im Antrag geforderten Handlungen, wären nur weiteren taktischen Verzögerungen, welche nach Ansicht der Stadtverwaltung zu großen finanziellen Schaden führen würden, denn auch im Falle der Aufhebung der Ausschreibung für die Bauleistungen hätte die Stadt die bereits entstandenen Kosten alleine zu tragen. Das Verhalten würde auch ein Vertrauensverlust bei den Fördermittelgebern führen, wodurch diese sich zukünftig deutlich kritischer gegenüber Fördermittelanträgen aus Greifswald zeigen dürften.

Ein Baustopp würde nach Ansicht der Stadtverwaltung auch zu einem Vertrauensverlust in Greifswald führen, denn durch die Ankündigung der Baumaßnahme wurden durch verschiedene Investoren Baumaßnahmen geplant beziehungsweise schon durchgeführt. Zu diesen Investoren gehört die Greifswalder WVG, die den Hansehof fast fertiggestellt hat und mit der angekündigten Verkehrsberuhigung der Straße rechnet, wie auch die Immobilienfirma, welche am Hansering einen Hotelneubau errichten will. So soll laut der veröffentlichten Stellungnahme die geplante Aufwertung der Aufenthaltsqualität den Investoren mitverkauft worden und in die Planungen der Gebäude eingeflossen sein. Auch für die Bevölkerung, die den Museumshafen als Freizeit- und Erholungsort nutzt, soll der neuzugestaltende Hansering den Museumshafen aufwerten und dessen Flair verbessern.

potentieller Schaden

zurückzuzahlende Fördermittel Fischer Schule 10250000,00 Euro
zurückzuzahlende Fördermittel Hansering 245344,91 Euro
noch nicht in Rechnung gestelltes Planungshonorar 544958,00 Euro
Kosten der Promenade ohne Planungsleistungen und Archäologie 1403201,20 Euro
Baukostenzuschuss Umverlegung Aorta 194000,00 Euro
Summe 12637504,11 Euro