Polizeimeldungen 01/2021

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Schwerverletztes Kind nach Verkehrsunfall

12. Januar 2021 In den späten Nachmittagsstunden des heutigen Tages ereignete sich gegen 16:25 Uhr ein Verkehrsunfall, bei dem ein dreijähriges Kind schwerverletzt wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr eine neunundvierzigjährige deutsche Fahrzeugführerin mit ihrem PKW VW die Anklamer Straße in Richtung Innenstadt. Auf Höhe einer Verkehrsinsel, welche zum Zeitpunkt des Unfalls durch Fußgänger zum Überqueren der Fahrbahn genutzt wurde, kam es zu einem Zusammenstoß zwischen dem besagten PKW und einem dreijährigen Jungen. Dieser folgte auf einem Laufrad weiteren Fußgängern und konnte durch die ebenfalls anwesende Mutter nicht mehr festgehalten werden. Zudem war es der Fahrzeugführerin trotz sofort eingeleiteter Gefahrenbremsung nicht möglich, eine Kollision zu vermeiden. Der verletzte Junge wurde durch die umgehend eintreffenden Rettungskräfte zur weiteren medizinischen Behandlung in das Universitätsklinikum Greifswald gebracht. Der bei dem Verkehrsunfall entstandene Sachschaden wird auf 450 Euro geschätzt.

Verkehrsunfall mit leichtverletzter Radfahrerin

12. Januar 2021 Heute Morgen ereignete sich gegen 07:00 Uhr ein Verkehrsunfall aufgrund eines Vorfahrtsfehlers in der Wolgaster Straße / Warschauer Straße. Nach ersten Erkenntnissen befuhr die dreiundfünfzigjährige deutsche Radfahrerin den Geh- und Radweg entlang der Wolgaster Straße aus Richtung Knud-Rassmussen-Straße kommend in Richtung Karl-Liebknecht-Ring. Beim Überqueren der Warschauer Straße wurde die Dreiundfünfzigjährige vermutlich vom 60-jährigen deutschen Fahrer eines Skodas, welcher das Gelände der Tankstelle verlassen und die Wolgaster Straße befahren wollte, übersehen. Es kam zu einem Zusammenstoß, bei dem die Frau leichte Verletzungen erlitt. Am Auto entstand ein Schaden von etwa 1500 Euro.

Protest gegen die Fertigstellung von Nord Stream 2 in Form von Graffiti

12. Januar 2021 Am Montag meldete ein Zeuge gegen 21:20 Uhr zwei Personen in unmittelbarer Nähe des Greifswalder Rathauses, welche gegenwärtig Farbe auf die dortigen Betonpoller auftrugen. Durch die umgehend zum Ort des Geschehens eilenden Beamten des PHR Greifswald, konnten zwei weibliche Personen im Alter von zweiundzwanzig und vierundzwanzig Jahren gestellt werden. Diese sprühten zuvor auf dem Gehweg vor dem Rathaus und den umliegenden Betonpollern diverse Schriftzüge auf, welche sich offensichtlich gegen die Fertigstellung der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 richteten. Da zu diesem Zweck Sprühkreide genutzt wurde, konnten die Schriften ohne größeren Aufwand durch die Urheberinnen entfernt werden. In diesem Zusammenhang entstanden keine Sachschäden.

Schlag gegen Betäubungsmittelkriminalität – Drogen im Wert von 170000 Euro beschlagnahmt

11. Januar 2021 Den Ermittlern der Kriminalpolizeiinspektion Anklam ist erneut ein Schlag gegen die Rauschgiftkriminalität gelungen. Bereits seit längerem ermitteln die Beamten gegen zwei neunzehnjährige Deutsche und einen fünfzigjährigen Polen in einem umfänglichen Verfahren wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln. Am gestrigen Abend erfolgte der Zugriff der Ermittler. Die Wohnungen der Beschuldigten in Greifswald und im Amt Recknitz-Trebetal und ein Fahrzeug wurden mit entsprechenden Beschlüssen des Amtsgerichtes durchsucht. Im Einsatz befanden sich etwa zwanzig Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Anklam.

Bei den Durchsuchungen wurden etwa zwei kg Marihuana, über vier Liter einer flüssigen Amphetaminbase und etwa 750 g Amphetaminpaste aufgefunden und beschlagnahmt. Aus der Base können bis zu fünfzehn kg ungestrecktes Amphetaminkonzentrat gewonnen werden. Diese Betäubungsmittel haben einen Wert von etwa 170000 Euro. Darüber hinaus beschlagnahmten die Beamten etwa siebzehntausend Tabletten, welche dem Arzneimittelgesetz unterliegen, zum Beispiel Schmerztabletten. Auch Bargeld in Höhe von 1800 Euro wurde sichergestellt. Die drei Beschuldigten wurden am gestrigen Abend vorläufig festgenommen und heute dem Haftrichter vorgeführt. Gegen die beiden neunzehnjährigen Beschuldigten wurde am Amtsgericht Stralsund Haftbefehl erlassen und sie wurden in eine JVA verbracht. Gegen den Fünfzigjährigen wurde kein Haftbefehl erlassen. Die Ermittlungen dauern an.

Warnung vor falschen Jobangeboten – im schlimmsten Fall machen Sie sich strafbar

06. Januar 2021 Ende 2020 suchte eine einunddreißigjährige Studentin aus Greifswald im Internet einen Nebenjob. Dabei gelangte sie über Jobportale und Werbeanzeigen zu einer vermeintlichen Firma, welche Jobs als App-Tester anbot. Die deutsche Studentin bewarb sich und bekam auch einen Arbeitsvertrag. Für jeden App-Test sollte sie 50 Euro bekommen. Die Einunddreißigjährige führte verschiedene Tests durch. Vermeintlich auch für die App eines deutschen Bankinstitutes. Sie eröffnete ein Konto und stellte ihrem „Arbeitgeber“ die Zugriffsdaten zur Verfügung. Über das Konto wurden dann jedoch Gelder aus Betrugsstraftaten eines sogenannten Fake-Shops in Höhe von etwa 100.000 Euro an Krypto-Börsen weitergeleitet. Es gibt deutschlandweit über dreihundert Geschädigte.

Ca. 57.000 Euro konnten vor der Weiterleitung durch die Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Anklam beschlagnahmt und somit wenigstens ein Teil des Erlangten „gerettet“ werden. Indem sie Ihr Konto den bisher unbekannten Beschuldigten zur Verfügung stellte, hat sich die einunddreißigjährige Studentin unbewusst als Geldwäscherin anwerben lassen. Gerade in der heutigen Zeit suchen viele Menschen einen Job oder Nebenverdienst über das Internet. Die Beschuldigten gehen bei der Erstellung der vermeintlichen Arbeitsangebote immer professioneller vor und es gibt zahlreiche Varianten im Netz. Die Homepages wirken professionell. Lassen Sie sich von falschen Angeboten mit „leicht verdientem“ Geld nicht täuschen! Seien Sie misstrauisch und überprüfen Sie derartige Annoncen über Suchmaschinen im Internet. Seien Sie skeptisch und überdenken Sie, ob Ihr „Arbeitsauftrag“ wirklich sinnvoll ist. Übersenden Sie keiner fremden Firma die Kopie Ihres Personalausweises. Erstatten Sie unbedingt Anzeige bei der Polizei, wenn Sie auf so ein falsches Jobangebot hereingefallen sind.

Start der Verkehrskontrollen „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ mit den Schwerpunkten Geschwindigkeit und Licht

05. Januar 2021 Auch im neuen Jahren werden die themenorientierten Verkehrskontrollen der Kampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN“ fortgesetzt. Jeden Monat wird die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Schwerpunkt setzen. Dabei handelt es sich in erster Linie um die Hauptunfallursachen. Wir möchten die Bürger unseres Landes weiterhin sensibilisieren, auf die Unfallursachen aufmerksam machen und sofern es wieder möglich ist, auch themenbezogene Präventionsveranstaltungen durchführen. Nach jetziger Planung sind folgende Schwerpunktthemen im Jahr 2021 vorgesehen: Geschwindigkeit, Vorfahrt/Vorrang, Überholen, Handy/Ablenkung, Alkohol und Drogen, Zweiradfahrer und natürlich die Schulwegsicherung.

Heute starten in Mecklenburg-Vorpommern die themenorientierten Verkehrskontrollen der Kampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN“, mit den Schwerpunkten Geschwindigkeit und Licht. Laut statistischem Bundesamt starb im Jahr 2019 alle neun Stunden ein Mensch in Deutschland bei einem Geschwindigkeitsunfall. Auch im Jahr 2020 gehörte nicht angepasste Geschwindigkeit zur Hauptursache bei den schweren Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern. Daher werden wir den Monat Januar diesem Thema widmen und entsprechende Kontrollen durchführen. Im gesamten Land verteilt werden etwa 200 Beamte in allen acht Inspektionen der Polizeipräsidien Neubrandenburg und Rostock im Einsatz sein und sowohl stationäre als auch mobile Kontrollen durchführen. Also: Licht an und Fuß vom Gas! Denn wir blitzen für Ihr Leben gern.

Trunkenheitsfahrt in Greifswald

01. Januar 2021 Am 31. Dezember 2020 stoppten Beamte des PHR Greifswald gegen 23:30 Uhr im Ernst-Thälmann-Ring einen PKW für eine verdachtsunabhängige Verkehrskontrolle. Im Zuge dieser Kontrolle konnte bei dem Fahrzeugführer, einem vierzigjährigen Deutschen, ein Atemalkoholwert von 1,35 Promille festgestellt werden. Zudem konnte er keinen gültigen Führerschein vorweisen, da ihm dieser aufgrund früherer Vergehen entzogen worden war. Er wurde für eine Blutprobenentnahme ins Klinikum Greifswald verbracht. Durch die eingesetzten Beamten wurde eine Anzeige wegen des Verdachts einer Trunkenheitsfahrt und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis aufgenommen

Strafanzeigen nach Herstellung und Nutzung selbstgebauter Molotow-Cocktails

01. Januar 2021 In der Nacht des 31. Dezember 2020 gegen 23:32 Uhr teilte ein Hinweisgeber der Einsatzleitstelle der Polizei telefonisch mit, dass er in der Greifswalder Domstraße beobachten konnte, wie eine Gruppe Jugendlicher offenbar eine leicht entzündliche Flüssigkeit auf der Straße in Brand setzten und anschließend die Örtlichkeit verließen. Durch die zügig eingesetzten Beamten wurde im Bereich eine zerbrochene Flasche mit einem Flaschenhalsstück, in welches ein Tuch eingebracht war, auffinden. Anschließend konnte die Personengruppe im Rahmen umgehender Fahndungsmaßnahmen durch Polizeikräfte am Rubenowplatz nahe der Domstraße festgestellt werden.

Bei Eintreffen der Polizeikräfte entzündeten diese ein weiteres Mal eine auf dem Boden aufgebrachte Flüssigkeit. Hierbei wurden zwei männliche Personen im Alter von jeweils fünfzehn Jahren gestellt. An der Örtlichkeit wurde auch eine zerbrochene Flasche gleicher Art aufgefunden. Gegenüber einem der Jugendlichen, welcher die Herstellung eines sogenannten Molotowcocktail einräumte, wurde ein Strafverfahren aufgrund des Umgangs mit einem verbotenen Gegenstand nach dem Waffengesetz eingeleitet. Sachschaden entstand im Zusammenhang mit dem Vorfall nicht.