Polizeimeldungen 05/2020

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Brand mit einer getöteten Person und mehreren Verletzten

31. Mai 2020 Gegen 21:30 Uhr brach in einem Mehrfamilienhaus, in der Greifswalder Lomonossowallee, aus bisher noch unbekannter Ursache, ein Feuer in einer Wohnung der elften Etage aus. Die sofort eingesetzten Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr und der Polizei Greifswald evakuierten umgehend das komplette Hochhaus. Die evakuierten Bewohner wurden vorerst in der Sporthalle I, welche sich in unmittelbarer Nähe befindet, untergebracht und durch Rettungskräfte betreut. Das Feuer konnte durch die eingesetzten Kameraden der Feuerwehr gelöscht und eine 64jährige Frau gerettet werden. Sie erlitt eine Rauchgasvergiftung und wird derzeit auf der Intensivstation des Klinikums Greifswald behandelt.

Leider wurde in dieser Wohnung auch eine leblose Person aufgefunden. Um wen es sich dabei handelt, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Weiterhin wurde aus der Wohnung direkt unter der Brandwohnung ein 89jähriger Mann und eine 84jährige Frau gerettet, da es ihnen nicht möglich war selbstständig aus der zehnten Etage fußläufig das Haus zu verlassen. Sie wurden ebenfalls mit Rauchgasvergiftungen in das Klinikum eingeliefert und werden nun stationär behandelt. Die vier Polizeibeamten, welche das Ehepaar aus der Wohnung retteten und auf die Straße trugen erlitten dabei ebenfalls leichte Rauchgasvergiftungen. Eine weitere 80jährige Dame wurde ebenfalls schwerverletzt mit einer Rauchgasvergiftung im Klinikum Greifswald aufgenommen. Insgesamt wurden bei diesem Brand 12 Personen leicht verletzt, 4 Personen Schwer verletzt und eine Person getötet. Nach der Begehung der Nebenaufgänge konnte die Bewohner ihren Wohnungen wieder betreten.

In dem betroffenen Hausaufgang sind mehrere Wohnungen nicht mehr bewohnbar, die Bewohner werden in durch die Wohnungsbau- Genossenschaft bereitgestellte Ersatzwohnungen untergebracht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache vor Ort aufgenommen und ermittelt wegen Brandstiftung. Ein Brandursachenermittler wird zu den Ermittlungen hinzugezogen. Über die geschätzte Höhe des Sachschadens können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben gemacht werden.

Verkehrseinschränkungen aufgrund einer angemeldeten Versammlung der AfD in Greifswald, Lubmin und Wolgast

29. Mai 2020 Am Samstag wird zwischen 11.00 und 16.00 Uhr eine Versammlung der Partei AfD unter dem Motto „Freiheit statt Verbote – Motorrad- und Autokorso“ in Greifswald stattfinden. Im Rahmen der Versammlung ist vom Versammlungsanmelder ein Aufzug mit etwa 50 Fahrzeugen und ca. 100 Teilnehmern geplant. Der Aufzug beginnt im Bereich Gützkower Landstraße / Herrenhufenstraße in Greifswald und führt über Lubmin, weiter nach Wolgast und wieder zurück nach Greifswald. Der Aufzug wird Zwischenstopps einlegen, bei denen Kundgebungen abgehalten werden sollen. Durch den Aufzug kann es daher insbesondere in Greifswald, Lubmin und Wolgast zu Verkehrseinschränkungen und Verzögerungen kommen. Vereinzelte Straßenabschnitte können temporär gesperrt werden. Die Polizei bittet dafür um Verständnis.

Versammlungsgeschehen im Landkreis Vorpommern-Greifswald

25. Mai 2020 Am heutigen Abend fand in Anklam eine spontane Versammlung in Form eines sogenannten Abendspaziergangs statt. Kurz nach 19:00 Uhr versammelten sich mehrere Kleingruppen auf dem Marktplatz. Diese wurden durch die Versammlungsbehörde und die Polizei angesprochen. Es wurden Auflagen erteilt und anschließend führten 20 Personen gemeinsam einen Abendspaziergang durch. Dabei wurden keine Plakate mitgeführt oder Reden gehalten. Während der Versammlung hat die Polizei mehrfach über Lautsprecher auf die Einhaltung des erforderlichen Sicherheitsabstandes hingewiesen und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung empfohlen. Die Versammlung führte vom Marktplatz über die Keilstraße, Marienkirchplatz, Mägdestraße, Am Bollwerk, Peenstraße, Kleiner Wall und Am Steintor wieder zurück zum Marktplatz. Sie wurde um 19:40 Uhr beendet und alle Teilnehmer verließen umgehend den Marktplatz.

In Greifswald hingegen ist es zu keinem sogenannten Abendspaziergang gekommen. Gegen 19:00 Uhr versammelte sich eine zehnköpfige Personengruppe auf dem Marktplatz, welche sich nach einer Ansprache durch Kräfte des Polizeihauptreviers Greifswald auflöste. Die Personen entfernten sich einzeln in verschiedene Richtungen. Es kam zu keiner erneuten Ansammlung im Bereich der Innenstadt.

Versammlungsgeschehen im Bereich Vorpommern-Greifswald

18. Mai 2020 Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) fanden am heutigen Abend in den beiden Städten Greifswald und Anklam zwei Versammlungen statt: ein nicht angemeldeter sogenannter Abendspaziergang in Anklam und eine vorab angemeldete Gegenveranstaltung in Greifswald. Beide Versammlungen verliefen störungsfrei.

In Anklam nahmen insgesamt 40 Personen an dem Spaziergang teil. Die Teilnehmer begaben sich zwischen 19.00 und 19.20 Uhr vom Marktplatz über die Peenstraße, Klosterstraße, Ravelinstraße in Richtung Neuer Markt und zurück zum Marktplatz. Dabei wurden keine Plakate mitgeführt oder Reden gehalten. Während der Versammlung hat die Polizei die Versammlungsteilnehmer auf die Einhaltung des erforderlichen Sicherheitsabstandes hingewiesen und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung empfohlen. Um 19.30 Uhr war der Spaziergang schließlich beendet. Da die Versammlung nicht angemeldet war und auch vor Ort kein Versammlungsleiter bzw. Verantwortlicher ermittelt werden konnte, hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet.

In Greifswald hingegen ist es zu keinem sogenannten Abendspaziergang gekommen. Von 19.00 bis 19.30 Uhr fand auf dem Fischmarkt allerdings eine vorab angemeldete Versammlung unter dem Motto „Wehret den Anfängen: Corona-Kritik ist auch in Greifswald ohne Menschenverachtung möglich!“ statt. An dieser Versammlung nahmen insgesamt 14 Personen teil.

Polizeieinsatz aufgrund mehrerer Versammlungen in der Innenstadt von Greifswald

16. Mai 2020 Das Polizeihauptrevier Greifswald führte heute mit insgesamt 40 Einsatzkräften einen Polizeieinsatz aufgrund zweier beim Landkreis Vorpommern-Greifswald angemeldeter Versammlungen durch. Die erste Versammlung unter dem Motto „Wir bestehen auf die ersten 20 Artikel unserer Verfassung; Wir bestehen auf Wahlen und umfassende Transparenz“ fand in der Zeit von 13:00 Uhr bis 14:30 Uhr auf dem Fischmarkt statt. An der Versammlung selbst nahmen insgesamt 26 Personen teil. Es kam zu keinerlei Störungen. Im unmittelbaren Umfeld der Versammlung hielten sich ungefähr 100 interessierte Personen (in der Spitze bis zu 150 Personen) auf, die temporär in der Nähe der Versammlung verweilten. Die Polizei hat diese Interessierten in zeitlichen Abständen persönlich auf die Einhaltung der erforderlichen Mindestabstände hingewiesen. Diesem Hinweis wurde nachgekommen. Im Ergebnis kam es ebenfalls zu keinerlei Störungen.

Die zweite Versammlung des AfD-Kreisverbandes Vorpommern-Greifswald unter dem Motto „Freiheit statt Verbote“ fand in der Zeit von 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr auf dem Markt statt. An dieser nahmen zeitgleich ungefähr 50 Personen teil. Noch vor Beginn versammelten sich ca. 120 weitere Personen, die mittels Transparente und Sprechchöre gegen die Versammlung der AfD demonstrierten. Die Versammlungsbehörde stufte diese Gruppierung als Versammlung ein, jedoch konnte kein Versammlungsleiter und kein Verantwortlicher ermittelt werden. Die Polizei hat daraufhin die Versammlungsteilnehmer mittels Lautsprecherdurchsagen zur Einhaltung des erforderlichen Sicherheitsabstandes hingewiesen und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung dringend empfohlen. Beide Versammlungen verliefen ebenfalls störungsfrei. Aufgrund der nichtangemeldeten Versammlung hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet.

Schwer verletzte Radfahrerin nach Zusammenstoß mit Auto

14. Mai 2020 Auf einem Parkplatz in der Bahnhofstraße in Greifswald ereignete sich heute Nachmittag gegen 13.45 Uhr ein Verkehrsunfall, bei dem eine 88-jährige Radfahrerin schwer verletzt wurde. Nach ersten Erkenntnissen befuhr der 74-jährige Fahrer eines Hyundai den Parkplatz vom Drogeriemarkt kommend in Richtung Parkplatzausfahrt. Die Radfahrerin befuhr den Parkplatz aus Richtung „Fressnapf“ kommend und bemerkte das von links nahende Fahrzeug nicht, sodass es zu einem Zusammenstoß gekommen ist. Die Frau wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Wenn aus einem Jugendstreich eine Straftat wird

11. Mai 2020 Am Abend des 10. Mai beobachtete eine aufmerksame Bürgerin, wie drei Jugendliche im Stadtgebiet von Greifswald mehrere Gullydeckel auf der Fahrbahn öffneten und den Abwasserschacht offenstehend hinterließen. Die minderjährigen Tatverdächtigen flüchteten beim Eintreffen der sofort eingesetzten Polizeibeamten. Ein 17-jähriger Tatverdächtiger konnte durch eine Polizeimeisteranwärterin der Fachhochschule Güstrow ergriffen werden, diese versieht gerade im Rahmen ihrer Ausbildung den Dienst im PHR Greifswald. Der polizeibekannte 17 Jährigen führte zudem einen Schlagring mit sich, welcher sichergestellt wurde. Im Anschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Tatverdächtige seinen Erziehungsberechtigten übergeben. Ein flüchtender 16-jähriger Jugendlicher konnte namentlich bekannt gemacht werden. Die Identität des dritten Tatverdächtigen wird noch ermittelt. Im Rahmen der Nahbereichsfahndung konnte einer weiterer geöffneter Abwasserschachtdeckel festgestellt und gesichert werden. Die Jugendlichen, alle deutscher Staatsbürger, haben nun durch ihren gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr mit einer Strafanzeige zu rechnen. Eine Gefährdung im öffentlichen Straßenverkehr zu verursachen ist kein Kavaliersdelikt oder Jugendstreich, solch eine Handlung wird mit einer Geld- oder Freiheitsstreife bis zu fünf Jahren bestraft.

Ergebnisse des heutigen Polizeieinsatzes anlässlich einer angemeldeten Versammlung in Greifswald

01. Mai 2020 Am heutigen Freitag hat die Polizeiinspektion Anklam einen Einsatz mit etwa 160 Kräften in Greifswald durchgeführt. Anlass des Einsatzes war eine angemeldete Versammlung unter dem Motto „Maifeiertag ist auch #TagderUnsichtbarenArbeit: Für die Sicherheit der unbezahlten #Carearbeit. #CareRevolution #1Mai #1mHGW #FridaysForGrundrechte“. Die Versammlung wurde im Vorfeld von der Versammlungsbehörde – in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und entsprechend der aktuellen Corona-Verordnung – für 200 Teilnehmer genehmigt. Die insgesamt 200 Teilnehmer bewegten sich über eine Strecke von ca. sechs Kilometern entlang des Südbahnhofs, der Heinrich-Hertz-Straße, Lomonossowallee, des Ernst-Thälmann-Rings, der Ostrowskistraße, Makarenkostraße, des Karl-Liebknecht-Rings und schließlich entlang der Anklamer Straße in Richtung Europakreuzung.

Der Aufzug startete gegen 15:45 Uhr und endete gegen 18:00 Uhr. Während des Aufzuges mussten vereinzelte Straßenabschnitte temporär gesperrt werden, es kam allerdings zunächst zu keinen allzu großen Verzögerungen für die Verkehrsteilnehmer. Gegen 17:15 Uhr musste die Europakreuzung für etwa 45 Minuten voll gesperrt werden, da auf dem Platz der Freiheit eine Abschlusskundgebung durchgeführt wurde. Insgesamt verlief die Versammlung weitestgehend störungsfrei. Während des Aufzuges haben einige Anwohner ihren Unmut geäußert – es kam vereinzelt zu verbalen Auseinandersetzungen. Außerdem zündeten die Teilnehmer des Aufzuges zwischendurch zugelassene Pyrotechnik. Drei Personen wurden – im Zusammenwirken mit den Ordnern – von der Versammlung wegen des Verstoßes gegen die Maskenpflicht ausgeschlossen. Die Teilnehmer waren während des Aufzugs sehr bemüht, den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einzuhalten.